[Oblivion Tagebuch] Tag 2: Nekromanten und Unsichtbare

banner_oblivion

Tag 2

Am nächsten Morgen briet ich mir ein wenig Rehfleisch am offenen Feuer, sammelte meine Habseligkeiten zusammen und las dabei in einem Buch über Kriegskunst, dass ich im Lager der Banditen gefunden hatte. Als mein Bauch gefüllt war und die Sonne hoch genug am Himmel stand, machte ich mich an die Weiterreise.

Am Vormittag fand ich neben der Straße eine Herberge, deren Besitzerin Malene von großen Sorgen geplagt wurde. Nicht unweit von ihrem Wirtshaus hatte sich eine Totenbeschwörerin namens Raelynn eingenistet und die Bedrohung durch die untoten Kreaturen, die des Nachts die Gegend heimsuchten, war enorm. Nachdem ich noch kaum Goldstücke in meinem Beutel hatte, und Malene die ordentliche Belohnung von 20 Dukaten aussprach, machte ich mich gleich auf den Weg zur Moss Rock Höhle, wo die Nekromantin ihre Experimente abhalten sollte.

Zuerst bekam ich es mit ein paar ihrer Novizen zu tun, die ich schleichend mit Pfeil und Bogen ausschaltete, ohne entdeckt zu werden. Außer dem grausigen Anblick, den belebte Leichen nun mal in sich haben, konnte ich nichts Wertvolles in der Höhle entdecken, auch nicht Raelynn. Dann aber fand ich bei einer Statue von Cithis einen Schlüssel und wusste nun, wonach ich zu suchen hatte: Einer versteckten Tür. Die fand ich auch und konnte leise und unbemerkt ins Allerheiligste eindringen. Gerade als Raelynn eine Beschwörungsformel intonierte, blickte sie auf, sah mich und danach den befiederten Pfeil, der direkt in ihrem Herz steckte! Raelynn war tot, die Gefahr gebannt und so kehrte ich zu Malene zurück, um meine Belohnung zu kassieren. Ich, Yuna Ohneland aus den Gassen Weißlaufs hier ins Herz des Reiches gekommen, um vom Straßenmädchen zur Meisterdiebin zu werden, hatte eine Nekromantin erledigt!

Von der feiernden Malene und ihren Gästen erfuhr ich noch ein paar Gerüchte – so sollte das kleine Dörfchen Aleswell, dass weiter die Straße hinunter gelegen war, von einem Tag auf den anderen zu einer Geisterstadt geworden sein: Alle Einwohner verschwunden… unvorstellbar!

Außerdem schien es bei einer Kapelle in Anvil zu einem noch ungeklärten Massaker gekommen zu sein, denn alle Priester und Priesterinnen waren ermordet aufgefunden worden! Was für ein Wahnsinn war in den letzten Wochen nur in diese Lande gekommen?

Ich reiste weiter und wollte bei den Ruinen von Sercen eine Rast einlegen, doch auch hier hatten sich ein paar Halunken niedergelassen, die mir ans Leder wollten. Ich konnte die beiden zur Strecke bringen, dann siegte aber meine Neugier, als ich einen Zugang nach unten entdeckte. Gut, dass ich dieser Neugier nachgegeben habe, denn da unten in einer unterirdischen Kathedrale, waren nochmal ein halbes Dutzend von dieser Bande. Wäre einer davon überraschend nach oben gekommen, während ich Mittagsrast gehalten hätte, hätte das Übel enden können. So konnte ich aber einer der Banditen einen schönen neuen Bogen abnehmen und ein paar wertvolle Kristalle erbeuten – außerdem war mein Essensvorrat mittlerweile um einiges gewachsen.

So machte ich mich mit prallem Rucksack auf und erreichte gegen Abend das Dörfchen Aleswell, vor dem mich Malene gewarnt hatte. Geisterstadt hin oder her, es war spät und hier gab es Gemüsegärten, Feuerstellen und weiche Betten, also beschloss ich ein Abendessen zuzubereiten und während es am Feuer kochte, sah ich mich noch ein wenig in der Taverne um, ob hier wohl noch ein ordentlicher Schluck Wein zu bekommen war.

Stattdessen bekam ich einen ordentlichen Schrecken eingejagt, als mich eine Stimme aus dem Nichts ansprach. Erst wollte ich schreiend nach draußen laufen, dann siegte aber zum zweiten Mal an diesem Tag die Neugier und so erfuhr ich, dass die Bürger von Aleswell wirklich verschwunden waren – sie waren komplett unsichtbar gezaubert worden! Sie machten dafür den Magier Ancotar verantwortlich, der irgendwo im verlassenen Fort Caractacus sein Labor eingerichtet haben soll. Ich beschloss den Einwohnern zu helfen ihr Dilemma wieder loszuwerden, aber erst wollte ich meinen Eintopf essen, in die Sterne sehen und einen guten Schluck Wein trinken… und Schlafen

 

Vorheriger Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: