Sehr lange Pause

Ja… es war eine sehr lange Pause… Ich blogge eigentlich meistens nur in den Zeiten, in denen es mir nicht so gut geht. Dieses Mal habe ich eine Ausnahme gemacht… es ist viel passiert. Meine liebe Freundin und Trauzeugin hat sich umgebracht, meinem Lieblingsmenschen ging es nicht so gut, und auch mir oftmals nicht.

Heute war mein erster Arbeitstag seit Monaten… ungewohnt… Und es geht nicht immer gut, aber es geht trotzdem immer weiter… und das ist gut so. Es gibt weiterhin sehr viele Baustellen bei mir, aber ich brauche dafür derzeit weder Therapie noch tägliche Blogeinträge… Manche Dinge ändern sich eben einfach…

Ich weiß, manche Menschen lesen nach wie vor hier mit und ab und an kann ich dann ja trotzdem eine Statusmeldung raus hauen…

Es war nicht der beste Frühling und Sommer aller Zeiten, aber doch besser als die Jahre vorher… ich hab eine tolle Frau, ich hab tolle Zeiten mit meinen Kindern und ich bin wieder Teil der arbeitenden Bevölkerung… In anderen Dingen bin ich nach wie vor nicht erwachsen, aber who cares?

 

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[Gedanken] Game of Thrones – Bücher vs. Serie

Ich lese viel, ich sehe auch einiges an Serien und ich spiele natürlich viel. Alles nicht unbedingt Beschäftigungen, die dazu ausgelegt sind viel darüber zu sprechen, denn ganz ehrlich: Für die Diskusion in Foren fehlt mir die Zeit und mein privates Umfeld würde auf solche Diskussionen eher gelangweilt reagieren… aber irgendwie möchte ich die Gedanken zu gewisen Themen gerne loswerden und deswegen fangen wir heute mal der neuen Rubrik [Gedanken] an – über das Thema, das mich zur zeit am meisten beschäftigt: Die Frage „Warum ist Game of Thrones so verdammt gut?“

Beginnen wir mit den Büchern: Ich bin mittlerweile kurz vor dem Ende des siebten Buches und mus sagen, dass ich kaum eine Saga gelesen habe, die zum Einen so detailliert bescheibt, so lebendige Bilder zeichnet ( und sich auch die Zeit dafür nimmt) und zum Anderen so lebensechte Charaktere zeichnet, in die man sich hineinleben kann, egal ob es die „Guten“ oder die „Bösen“ sind (nicht, dass es so etwas wie gut oder Böse geben würde, da die Welt von Game of Thrones sehr grauschattiert ist).

Ich will hier nicht großartig rumspoilern, aber die Handlung sowohl der Bücher als auch der Serie von HBO ist spnnend, vielschichtig und durch die verschiedenen Erzählperspektiven nicht nur unterhaltsam zu lesen/ anzusehen, sondern regt auch durchaus zum nachdenken an. Oft bin ich nach einem Kapitel kurz dagesessen, habe kurze Passagen noch einmal gelesen und versucht auch das, was zwischen den Zeilen steht, für mich zu erfassen. Denn wichtige Sachverhalte werden manchmal auch nur kurz angerissen und gerade die Gespräche der verschiedenen Ratsmitglieder sind voll von Zweideutigkeiten.

Kommen wir kurz zu den Charakteren… Wer die Bücher nicht gelesen hat, sondern nur die erste Saffel der Serie gesehen hat, wird vermutlich überrascht sein, wie schnell auch wichtige Hauptcharaktere sterben bzw. ersetzt werden. Anfangs unwichtige Personen können innerhalb von Minuten einen komplett neuen Status einnehmen und ganz ehrlich: Hätte ich nach dem ersten Band der Bücher oder der ersten Folge der Serie mit mir selber Wetten abgeschlossen, wer am Ende noch dabei ist bzw. einen wichtigen Part hat, hätte ich gnadenlos verloren. Ebenso interessant ist es, wie gut die Charakterentwicklung in Wort und Bild mich mitgenommen hat – als Beispiel möchte ich gerne meine Lieblingscharaktere beschreiben – Achtung, hier kann und muss es SPOILER geben:

Daenerys „Stormborn“ Tagaryen – Daenerys ist mein absoluter Lieblingscharakter, denn das junge, ängstliche Mädchen, dass man anfangs kennenlernt entwickelt sich schnell unter dem Einfluss von Khal Drogo und den Dotraki zu einer starken Frau, die (noch?) nicht daran zerbricht, dass sie sich niemals um alle kümmern kann, die ihr untertan sind. Gerade in der Serie ist die Wandlung sehr gut festgehalten und der schmale Pfad zwischen Wahnsinn und wahrer Herrschaft, den jeder Tagaryen beschreitet, kann auch ihr zum Verhängniss werden.

Eine andere, interessante Wandlung nimmt mit Tyrion Lennister ihren Lauf. Lernt man Tyrion zuerst als zynischen, verhurten Trunkenbold kennen versucht die Serie schnell Sympathien aufzubauen. Gerade als Bastard seines Hauses ist Tyrion ein (Halb-) Mann, der versucht mit seinem Verstand weiter zu kommen – seinen Vater kann er es niemals recht machen und irgendwann merkt selbst Tyrion, dass Blut nicht immer dicker ist als Wasser. Hier sind die Bücher wiederrum wesentlich ergiebiger als die Serie und gerade die Gedanken von Tyrion zu lesen helfen viel dabei, die Handlung rund um die Intrigen der Ratsmitglieder zu verstehen. Das richtige Highlight seines Charakters kommt in den Büchern 5 & 6 zu Tragen – aber so viel will ich dann doch nicht spoilern.

Als drittes und letztes möchte ich dann noch Arya Starck nennen: Arya muss einen sehr harten und steinigen Weg gehen. Ist es für kleine Mädchen normalerweise relativ klar, wie ihr Leben als junge Lady auszusehen hat, ist Arya´s Leben wesentlich härter: Nachdem sie am Ende der ersten Staffel der Serie einen harten Schicksalsschlag hinnehmen mus ist der rest der Geschichte eine Reise voller Gefahren, Entbehrungen und Härte, die aber dabei helfen aus dem kleinen Mädchen keine verzogene Lady zu machen, sondern vielmehr das vielleicht stärkste (noch lebende) Mitglied ihres Hauses.

Aber nicht nur die Charaktere sondern auch die Bildsprache ist es, die vor allem die Serie sehr sehenswert macht. So sind die Schauplätze mehr als gut gewählt und vor allem die Stimmung wird durch den Einsatz der Filter gut unterstützt: Ist man mit Daenerys im Exil überwiegt ein helles und hartes Licht, dass die Härte von Dany´s Aufgabe gut zum Vorschein bringt – in Westeros sehen wir eher ein standardmässiges Mittelaltr- Setting, dass versucht, so viel von der Buchvorlage mitzunehmen, wie es in der bechränkten Zeit nur geht. Dass dabei auch Gewalt und Sex nicht zu kurz kommen (dürfen) ist klar: Denn im „Spiel der Throne“ wird nicht nur mit Intrigen gekäpft, sondern auch mit „Macht durch Sex“ und „Macht durch Dominaz“. In Game of Thrones wird gekämpft, gefoltert, gehurt und geliebt und das in einer Explizitheit, die imUS- TV durchaus nicht alltäglich ist.

Bei so einer umfangreichen Romanvorlage fragt man sich unweigerlich, wohin die reise denn gehen wird, wo am Ende alle offenen Fragen zusammen führen und ob es überhaupt ein „Ende“ gibt, denn wann ist es denn zu Ende? Welchen König will man am Ende auf dem Thron sehen, welche Charaktere werden am Ende ihre Entwicklung abgeschlossen haben? Und (ein bisschen Spoiler): Wird es am Ende einen Konflikt geben, der viel größer ist, als der Krieg um dem Thron?

[Pause] Stille, Urlaub, keinen Bock

So… Sicher könnte ich ein paar Zeilen über Starcraft 2 schreiben, oder vl. sogar über ein IPhone Game, aber ganz ehrlich… ich will nicht: Ich will jetzt Ruhe haben, auf Urlaub fahren und freue mich, eien ganze Woche kein Internet zu haben, keine Emails zu lesen, keinen  Newsreader „abzuarbeiten“ – meine ESport Streams am Abend kann ich gerne weglassen. Dafür nehme ich meine PSP und den NDS (oder dn GBA) mit auf Urlaub, hab Spaß mit meiner kleinen Tochter und freue mich darauf, endlich mal wieder „runter zu kommen“.

Mal sehen, worum es sich danach in diesem Blog dreht, denn es war ja immer einfach nur ein Spiegel von dem, was mir im Kopf rumgeistert…

Liebes Internet – Ich wünsch dir eine schöne Zeit ohne mich… Bis dann!

Ist Wissen out?

Mal ganz ehrlich… Wer hat heute etwas gelernt? Freiwillig? Nein, keine Angst, wir sind nicht mehr in der Schule – aber genau das ist ja auch der springende Punkt! Die meiste Zeit unseres Lebens bis mindestens 18 Jahre (für alle Studenten natürlich weit länger) lernen wir. Täglich. Und damit meine ich nicht, dass man lernt, dass Rapid besser ist als Austria oder dass man Mango nicht mag, sondern so etwas wie: Wer ist Pythagoras? Wieviel Planeten hat unser Sonnensystem? (Im Übrigen: Das sind jetzt 8, nicht mehr 9, also bringt euren Kindern nichts Falsches bei).

Wie viele „Erwachsene“ gibt es denn, die freiwillig etwas lernen? Ich für meinen Teil bekomme im Alltag immer wieder ungläubige Gesichter zu sehen, wenn ich erzähle: Hey, echt interessant: hast du gewusst, dass Alexander der Große erkannt hat, dass es nichts mehr zu erobern gab und deswegen sein Reich zusammengebrochen ist? Oder: Hmh… Helikopter können auch auf dem Kopf fliegen, eine Ente aber nicht. Oder auch: Also ich hab da gerade einen Artikel über Plattentektonik gelesen, der war wirklich spannend…

Danach meistens Schweigen, seltsame Blicke oder ein Witz – ich könnte es ja verstehen, würde ich über irgendwelches Nerd- Wissen reden, über irgendwelche Indie- Games philosophieren oder mathematische Beweise rezitieren. Ich habe so im Gefühl die Menschen sind froh, wenn sie nichts Neues mehr lernen müssen. Es interessiert auch kaum jemanden… immerhin gibt es so viele dinge, mit denen man sich täglich beschäftigen muss: Wie erstelle ich eine tolle Powerpoint- Präsentation für den Chef? Was koche ich am Abend? Oder man erzählt ich Geschichten vom Fortgehen am Abend, redet über Schrott- TV und die Schlagzeile des Tages.

Ist es denn eine Schande sich für Dinge zu interessieren? Zu hinterfragen wie die Welt funktioniert und was vor uns war? Oder einfach mal über den Tellerrand zu schauen? Ich meine: Es ist doch spannend, wenn man auf Wikipedia geht, auf zufälliger Artikel klickt und dann liest. (Heute bei mir z.B.: Deutsch – Neuguinea) Aber würde ich jetzt eine Umfrage machen und fragen: Hey Leute, soll ich euch etwas über die Geschichte von Deutsch Neuguinea erzählen? Es lohnt sich! – Wie viele positive Stimmen würde ich dann wohl hören? …….

Traurig… Auch ein Grund warum bei mir mit Sicherheit die geschriebenen Worte pro Tag die gesprochenen übertreffen. Und die gelesenen Worte sind ganz sicher mehr als die gehörten Worte… ich bin dann mal wieder lernen…

Multitasking

Ich spreche hier nicht von der Form von „gezwungenem Multitasking“, dass wir sowieso jeden Tag brauchen: Telefonieren und am PC arbeiten zum Beispiel. Ich will her über etwas berichten, dass mir an mir selbst aufgefallen ist und das wohl viele menschen betrifft, die mit dem heutigen Zeitgeist leben (müssen):

Ich kann nicht „nur“ ein Ding machen. Wenn ich koche oder putze, brauche ich einen MP3 Player mit Podcast im Ohr, wenn ich auf dem Rechner einen Film oder eine Serie schaue, dann habe ich daneben einen Browser offen, um zu surfen. Wenn ich blogge, läuft auch Youtube, wenn ich meine Tochter beaufsichtige (nicht zu verwechseln mit Spielen) dann brauche ich ein Buch oder zumindest meinen IPod mit IBooks… Es kommt mir einfach nicht in den Sinn, mich einfach hinzusetzen und in den Fernseher zu schauen. Einkaufen ohne Podcast geht auch nicht. Ich versuche mir alles, was irgendwie „unlustig“ ist, irgendwie zu „versüßen“.

Ich frage mich nur, ob das bei anderen Menschen auch so ist. Essen ohne Buch, Arbeiten nur mit Musik im Ohr… Normalzustand oder absolutes No-Go? Für mich gibt es eigentlich nur 2 Dinge, bei denen ich keine Beschäftigung nebenbei brauche: Spielen mit meiner Tochter und Spielen auf Konsole/Handheld. Sollte man vielleicht ab und zu überdenken, denn vielleicht ist weniger manchmal ja doch mehr…

Rock ´n Roll ist Teufelszeug…

Rock´n Roll ist Teufelszeug, aber selbst nur Heintje- Platten im Schrank haben. Soll heißen: Schon vor 50 Jahren gab es eine Kluft zwischen Eltern und ihren Kindern, die nicht verstehen konnten oder wollten, was die Jugendlichen an der schrecklichen Musik fanden. Medien sind wandelbar – Einstellungen anscheinend nicht. Anders ist es nicht zu erklären, dass die jugendlichen Rebellen von damals heute dieselbe Einstellung gegenüber dem Medium haben, dass heute den Platz Nummer 1 bei den Kindern und Jugendlichen ausmacht: Videospiele.

Ich bin ja eine Generation dazwischen. In meiner Jugend war eine Spielkonsole noch etwas Besonderes und oft genug hat man sich mit Freunden vor dem Fernseher versammelt und hat gespielt, gelacht und gestritten. Diese Position nimmt zur Zeit eigentlich nur noch Nintendo´s Wii ein und vielleicht ist das auch der Grund, warum die Wii die „Kinderkonsole“ ist. Aber das soll eigentlich gar nicht Thema sein.

Da ich ja selbst seit etwas über einem Jahr Vater bin, bin ich aus diversen Gründen oft in „Eltern- Foren“ unterwegs. Und immer wieder stosse ich dabei auf Aussagen, die ich so nicht verstehen kann… hier ein paar Beispiele:

Täglich Mama und Papa beim spielen zusehen lassen würde ich nicht machen, denn dann wird es schwer werden, sie davon zu überzeugen, dass Computerspielen nicht so gut ist.

Wir wollen, dass sich unsere Kinder auch allein und kreativ beschäftigen können und sich nicht berauschen lassen.

Tja, jeder wie er meint.Ich gehe persönlich nicht das Risiko ein, daß meine Kinder später als ADHS/ADS leiden.Deswegen gibt es kein Fernsehen und kein gewaltige Computerspiele!

Killerspiele killen die Seele. Die junge Seele ist nicht in der Lage es zu verkraften.

So… die richtig schlimmen Meinungen habe ich bewusst weggelassen, aber die vier Aussagen sind ein Querschnitt durch die Mitte. Ich frage mich jetzt, wie viele der Eltern, die so eine Aussage treffen, haben in den letzten 10 Jahren gespielt? Mir ist schon klar – sobald man ein Kind hat, hat man automatisch einen kleinen Dachschaden, der daraus besteht, sich um alles Gedanken und Sorgen zu machen, alles besser machen zu wollen und die Kinder nur ja keinem bösen Risiko aussetzen zu wollen. Das ist bei mir genauso – nur mein Blickwinkel ist anscheinend anders. Würde ich mein Kind zum Beispiel Teletubbies schauen lassen? Oder würde ich es vor den Fernseher setzen, wenn gerade Dragonball läuft? Nein, lieber nicht. Und wieso würde ich das nicht: Weil ich WEISS, dass es im TV gute und für Kinder geeignete Unterhaltung gibt (Universum, lehrreiche Kindersendungen, brauchbare Zeichentrickserien) und Schrott (80% von dem was läuft) gibt.

Wieso habe ich also kein Problem mit Kindern, die sich für Videospiele interessieren? Aus demselben Grund. Ich kenne die Materie Videospiel – wahrscheinlich besser als der Großteil der 15 Jährigen Zocker- Kids da draussen (die dürfen mich jetzt gerne flamen!). Ich weiß, ab wann ein Kind spielen darf und ich weiß auch, was geeignet und sinnvoll ist – und ich habe durchaus vor auch darauf zu achten, was mein Kind in Zukunft macht… Ich muss nichts verteufeln – weder Musik, noch Filme noch Spiele – ich muss mich nur damit befassen und wer weiß? Vielleicht lerne ich ja noch was dabei… wäre vielleicht ein guter Ansatz für den einen oder anderen da draussen…

Online Leben

Das Blog ist ja seit einiger Zeit auch unter http://www.onlineleben.net erreichbar und ich hab mir in der letzten Zeit ein paar Gedanken gemacht, wie sehr sich in den letzten Jahren eigentlich mein Leben verändert hat – durch die tägliche (stündliche?) Präsenz des Internets in meinem Leben…

Klar, zum einen arbeite ich darin und damit. Ohne das www würde ich mit Sicherheit nicht so schnell technische Probleme lösen können und ich habe mir angewöhnt, eigentlich jedes Problem mit dem Internet zu lösen. Offene Fragen, Krankheiten, Gartenprobleme, Tiersichtungen, Babywissen und was weiß ich nicht alles, suche ich zuerst im Internet. (Bzw. google ich es. Wenn ich an die Zeit zurückdenke, als es noch kein Google gab… für manche hier sicher nicht vorstellbar…)

Zum anderen lasse ich das Wissen zu mir kommen. Früher hab ich ab und zu noch einen Blick in die Zeitung, die Nachrichten, ein Onlineportal wie krone.at oder heise.de geworfen, um auf dem laufenden zu sein, jetzt muss ich das nicht mehr, denn mein RSS Reader holt sich die News, die mich intressieren, fragt die Newsseiten und Blogs ab und präsentiert mir pro Tag ca. 500 Artikel aus ca. 200 Quellen, die ich mir über den Tag verteilt ansehen kann und die mein Bedürfnis nach Wissen befriedigen. Wenn ich dann doch noch ein wenig meinen Geist anstrengen will, dann geht´s ab zu Wikipedia und ich lese (lerne!) aus den Artikeln dort. Oder ich lese eines meiner Bücher… aber das ist wieder so ein Thema.

Seit dem ich IPad, IPod Touch und einen geliehenen EBook Reader habe, lese ich zum einen wieder sehr viel mehr als früher, zum anderen lese ich aber auch Bücher, die ich mir nicht kaufen würde, oder auf die ich früher nie aufmerksam geworden wäre. Es ist einfacher, sich mal eben, wenn man 5 Minuten Zeit hat, sein elektronisches Device herzunehmen und ein paar Seiten zu lesen, als ein Buch zu holen.

Was sich auf jeden Fall geändert hat, ist aber auch das Verhalten hinsichtlich sozialen Kontakten: Ich kenne natürlich Menschen, die jeden Furz auf Facebook kundtun, und ich selbst poste eigentlich auch zumindest täglich das eine oder andere, das mir durch den Kopf geht, aber ein wichtiger Faktor für mich ist das Gefühl, mehr von meinen Mitmenschen mit zu bekommen. Ich weiß eigentlich immer, wer gerade in Urlaub ist, wer einen miesen Tag hatte, oder was gerade mit dem Kind so los ist – auch von Menschen, zu denen ich eigentlich seit Jahren keinerlei Kontakt habe. Aber in dieser sozialen Cloud fühlt man sich doch ein weng besser, denn man weiß: Sollte man das Bedürfnis haben, Kontakt aufzunehmen, ist es immer möglich.

Das bringt mich zum Telefon: Mein Telefon gammelt immer in irgendwelchen Ecken rum, wird manchmal den ganzen Tag nicht beachtet – im Gegensatz zu vielen anderen Menschen brauche ich es eigentlich nicht, denn wenn jemand etwas von mir braucht, kann er mich tagsüber per Skype erreichen oder mir einfach eine Email schreiben (oder einen Blogkommentar, oder auf Facebook, oder, oder …). Ich hätte wirklich gerne ein Smartphone, mit dem ich auch mobil mein Internetverhalten weiter führen kann, mein Problem ist nur, dass ich für die Telefon- Eigenschaften eigentlich keines brauche und das verträgt sich nicht mit dem Kosten- Nutzen Faktor.

Ich brauche eigntlich auch keinen Fernseher, denn was bringt mir die Kiste eigentlich? Sie ist viel zu passiv, ich muss mich daran halten, wann Sendungen anfangen, wann Werbung ist, was gerade gespielt wird – ich will aber selbst bestimmen, was ich sehe und nicht jeden Mist konsumieren müssen. Wozu gibt es eigentlich TV on Demand, Seiten, auf denen ich mir Filme, Serien und Dokumentationen zeitunabhängig holen kann, wozu gibt es Youtube, wozu gibt es Spiele, in denen ich selbst mitmache, anstatt passiv davor zu sitzen?

Wenn ich denke, wie meine Zeit vor 10 Jahren ausgesehen hat – in Bezug auf mein Onlineverhalten – und wie der Status Quo jetzt ist… finde ich es eigentlich nicht besser oder schlechter, nur anders…

Winterzeit – Gamingzeit?

Früher war der Winter bzw. Weihnachten die beste Zeit im Jahr. Die Zeit, in der man eh nicht raus konnte, lange Abende mit Rollenspielen verbringen konnte – es war immer genug Zeit, um alles zu spielen. Außerdem passt die dunkle Jahreszeit einfach perfekt zu RPGs. Es ist dunkel, still, man hat genug Ruhe, um sich auf das Wichtige zu konzentrieren, um in die Spielwelt ein zu tauchen.

Heute sieht das anders aus: Zum einen gibt es kaum mehr gute Rollenspiele, vor allem da ich eigentlich nur noch auf der XBox 360 spiele – auch, wenn ich Two Worlds 2 oder Fable 3 gerne spielen würde, bewzweifle ich, dass ich die zeit dazu haben werde. Jeder Zocker wirds verstehen: Ab und zu braucht man einfach Tage, an denen man sich nur fürs Essen holen oder Duschen vom Spiel entfernt – 12 Stunden spielen an einem tag können da schon mal auftreten… was das betrifft hoffe ich einfach mal auf den nächsten Mädelsurlaub meiner Süßen 🙂

Derzeit gibt es außer Starcraft 2, wo ich in einer Ü30 Liga spiele, eigentlich kein wirkliches Gaming – am IPad habe ich allerdings etwas Nettes gefunden, dass die Abende schnell vergehen lässt: Galaxy on Fire 2 ist ein Elite Clon, wem das nichts mehr sagt, der kann es auch mit Freelancer oder darkstar One vergleichen. Tolles Spiel, dass man mal eben anmacht, ein paar Missionen erfüllt, ein paar Erze sammeln geht oder einfach den Weltraum erkundet und mal schaut, was passiert.