[Gelesen] Earth Girl

Earth Girl, beide Cover

Ich lese ja ziemlich viel… Aber es kommt nur so jedes Vierteljahr vor, dass mir ein Buch so gut gefällt,. dass ich es weiter empfehlen möchte – heute ist das „Earth Girl: Die Prüfung“ von Janet Edwards – der erste Teil einer Trilogie. Sicher… es ist kein hochtechnischer Sci Fi Roman, vielleicht auch nicht literarisch wertvoll, aber mir gefällt die Zukunftsvision, die sich die Autorin ausgedacht hat und wollte zu jeder Sekunde weiterlesen… und das ist doch ein schöner Hinweis auf irgendeine Art von Qualität.

Und hier noch die Beschreibung des Buches, das wohl jemand geschrieben hat, der wohl nur bis Seite 50 geblättert hat 🙂

„Jarra ist ein „Earth Girl“. Während sich der Rest der Menschheit aufmacht, fremde Galaxien zu entdecken, ist Jarra zu einem Leben auf der Erde verdammt: Aufgrund eines Gendefekts kann sie nicht teleportieren. Sie gehört zu den Ausgestoßenen, den Wertlosen. Doch Jarra ist nicht bereit, sich mit ihrem Schicksal abzufinden. Unter falscher Identität schleicht sie sich an der Universität ein. Sie gewinnt Freunde und in Fian sogar ihre große Liebe. Zum ersten Mal fühlt sie sich nicht als Außenseiterin. Und dann liegt plötzlich das Schicksal der Welt in ihren Händen, und Jarra muss eine folgenschwere Entscheidung treffen.“

[Gelesen] Herr aller Dinge

Ich habe zwar noch so einiges anderes in den letzten Tagen gelesen, aber ein Buch hat mich tief beeindruckt: Herr aller Dinge von Andreas Eschbach.

Inhaltsangabe vom Buchrücken: Als Kinder begegnen sie sich zum ersten Mal: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters, und Hiroshi, der Sohn einer Hausangestellten. Von Anfang an steht der soziale Unterschied spürbar zwischen ihnen. Doch Hiroshi hat eine Idee. Eine Idee, wie er den Unterschied zwischen Arm und Reich aus der Welt schaffen könnte. Um Charlottes Liebe zu gewinnen, tritt er an, seine Idee in die Tat umzusetzen und die Welt damit in einem nie gekannten Ausmaß zu verändern. Was mit einer bahnbrechenden Erfindung beginnt, führt ihn allerdings bald auf die Spur eines uralten Geheimnisses und des schrecklichsten aller Verbrechen …

Ich kann eigentlich keine Worte finden, wieso mich das Buch so tief getroffen hat… Andreas Eschbach beschreibt eine, nein eigentlich mehrere mögliche Ereignisse unserer Realität und kreiert dadurch eine Geschichte, die spannend, atemberaubend und emotional ist… klingt jetzt alles seltsam, aber ich denke man kann nur verstehen, wie sehr einen das Buch aufwühlt, wenn man es selbst gelesen hat: Definitiv eine Kaufempfehlung!

[Gelesen] Bunte Bücherrunde

Wieder mal ein paar Bücher durchgeackert – vielleicht ist ja für den einen oder anderen etwas dabei:

Das versteckte Experiment – Gerd Kramer

Jan Sörensen trifft im Internet auf eine Chat-Partnerin, die ihm nahezu alle Fragen über die Entstehung des Universums beantworten kann. Sie weckt seine Neugier, bringt ihn zum Staunen und verändert sein Bild von der Welt. Jan merkt zunächst nicht, dass sie einen raffinierten Plan verfolgt. Sie will ihn für ein Vorhaben gewinnen, das die Menschheit vor einer Katastrophe bewahren soll. Die Gefahr ist keine Fiktion, sie ist physikalische Realität.

Ein wirklich packendes Buch, das noch dazu voller Wissenschaft steckt… sicherlich teilweise nicht ganz tagesaktuell, aber für einen Physikeinsteiger spannend erklärt.

Acht Wochen verrückt – Eva Lohmann

»Der Tag, an dem ich in die Klapse komme, ist ein Donnerstag« – so beginnt Eva Lohmanns autobiographischer Roman: Ihre Heldin Mila ist müde, unendlich müde und traurig. Dabei ist sie noch keine dreißig. Aber der Jobfrisst sie auf, und der Sinn ihres Daseins ist ihr aus dem Blick geraten. Mit Depression und Burnout wird sie in eine psychosomatische Klinik eingewiesen, auch wenn das bei ihren ambitionierten Eltern alles andere als populär ist und nicht nur bei ihrem Freund eine gewisse Beängstigung auslöst. Denn niemand von denen, die an einen solchen Ort kommen, ist doch normal, oder? Aber wie verrückt ist Mila eigentlich? Und kann man unter lauter Kranken überhaupt den Weg zurück ins richtige Leben finden?»Acht Wochen verrückt«, der so unverstellte wie pointierte Roman über das Verrücktsein in normierten Zeiten. Von einer Erzählerin, deren scharfe Beobachtungsgabe niemanden verschont.

Ein König für Deutschland – Andreas Eschenbach

Wir schreiben das Jahr 2009. Im Dom zu Aachen soll ein neuer deutscher König gekrönt werden. Und niemand versteht, wie es soweit kommen konnte. Einmal König sein – die Macht haben, Dinge zu verändern. Mit gesundem Menschenverstand die Welt geraderücken. Was wäre, wenn man tatsächlich plötzlich die Möglichkeit dazu hätte? Könnten Sie der Versuchung widerstehen? Kann Simon König es? Die Frage stellt sich ihm, als er in den Besitz eines Computer-Programmes kommt, mit dem sich die Resultate von Wahlmaschinen manipulieren lassen. Was dann geschieht, hätte er sich in seinen wildesten Träumen nicht vorzustellen gewagt …

Evolution – Steven Baxter

Stephen Baxters neuer umfangreicher Roman unternimmt nicht weniger als eine Geschichte der Evolution, angefangen bei den ersten, rattenhaften Primaten über die so genannte „Moderne“ bis hunderte Millionen von Jahren in die Zukunft. Dabei ist eine Naturgeschichte entstanden, die einen sonst oft trocken abgehandelten Stoff spannend erzählt, und uns außerdem Dinge vor Augen führt, die nur ein Visionär vom Kaliber Baxters vorauszusehen wagt.

Den Zusammenhang der einzelnen Abschnitte bildet ein einzelner DNS-Strang, der dem Paläontologen Joan Useb im Jahre 2031 eingepflanzt wird. Das wirkt etwas künstlich, denn die Abstammung Usebs von Dinosauriern, Affen und antarktischer Fauna aus dem Pleistozän ist mehr als zweifelhaft. Aber es erfüllt seinen Zweck, Baxters Folge von spekulativen Essays zu einem größeren Ganzen zu verknüpfen. Und so nimmt uns der Autor bei der Hand und zeigt uns ausgesprochen detailreich, wie sich manche evolutionäre Entwicklungen durchsetzen, andere der Vergessenheit anheim fallen, und erinnert uns immer wieder daran, dass jede noch so lange „Zwischenzeit“ nur ein Augenzwinkern ist, macht man sich bewusst, wie viele Jahrmillionen das Buch insgesamt umfasst.

Andymon – Angelika & Karl- Heinz Steinmüller

Als Andymon, der erste Roman von Angela und Karlheinz Steinmüller, 1982 erschien, löste er unter Science-Fiction-Lesern in der DDR wahre Begeisterungsstürme aus. Noch 1989 wurde er bei einer Leserumfrage zum beliebtesten ostdeutschen Science-Fiction-Roman gewählt. Als zweiter Band innerhalb der Steinmüller-Werkausgabe ist Andymonnun in einer von den Autoren überarbeiteten Neufassung wieder erhältlich, ergänzt um ein ausführliches Nachwort.

Ein automatisch gesteuertes Raumschiff befindet sich seit tausenden von Jahren auf dem Weg zu einem Planeten, der die nötigen Voraussetzungen für die menschliche Besiedlung bietet. Nach all der Zeit beginnt sich in seinem Inneren nun wieder der Funke des Lebens zu regen. Der Junge Beth ist einer der ersten Menschen, die aus eingefrorenen Eizellen das Licht der Welt erblicken, aufgezogen von Robotern und behütet vom Schiffscomputer. Doch bevor Beth und seine Geschwister die Steuerung des Schiffes übernehmen können, müssen sie sich mit dem Wissen ganzer Generationen vertraut machen, das in den Datenbanken des Computers gespeichert ist.

Bei ihrer Ankunft erweist sich die neue Heimat Andymon als karge Wüste mit einer für Menschen giftigen Atmosphäre. All ihre Kräfte und Fähigkeiten werden nötig sein, um aus dem Planeten das blühende Paradies zu machen, das sie sich seit langem erträumen. Doch das ist längst nicht die einzige Herausforderung, der sich Beth und seine Gefährten gegenüber sehen. Nachfolgende Generationen jüngerer Geschwister haben gänzlich eigene Vorstellungen über die Form der Besiedlung des Planeten, die den Erfolg des gesamten Vorhabens in Frage stellen.

Wer abnimmt, hat mehr Platz im Leben – Bernd Stelter

Lebendgewicht 130 Kilo. Bernd Stelter war auf dem besten Weg, richtig dick zu werden. Sein Lieblingsgetränk war Bratensoße, und wenn er das Handy von der linken in die rechte Hand wechseln wollte, musste er werfen. Ein zweistelliges Gewicht hatte er zuletzt bei der Einschulung auf die Waage gebracht. So konnte es nicht weitergehen. Bernd verschrieb sich ein intensives Trainingsprogramm, allerdings nicht ohne vorherigen Gesundheitscheck ═ eine herbe Enttäuschung, beim Leistungstest der Sporthochschule landete er in der Schwangerengruppe. In seinem Buch sagt Bernd Stelter, wie er es dennoch geschafft hat und was einen Mann überhaupt dazu treibt, in wenigen Monaten knapp dreißig Kilo abzuspecken. Mit vielen lustigen Geschichten über Sport, furchtbar gesunde Ernährung und allerhand praktische Tipps zum Selberausprobieren.

Das waren zwar noch lange nicht alle Bücher, die ich gelesen habe, aber den rest hat ein Firefox Absturz verschluckt… nicht nett :/

[Gelesen] Replay – Das zweite Spiel

Sonst stelle ich ja eine Liste ins Netz, mit den Büchern, die ich so gelesen habe. Ds sind dieses Mal auch wieder eine ganze menge (7 oder so), aber eines davon hat mich sehr beeindruckt, weswegen es einen Einzeleintrag bekommt: Replay – Das zweite Spiel. Die Idee hinter dem Buch ist nicht neu und wurde auch schon in vielen anderen Medien weiter verarbeitet (Man denke nur an „Und täglich grüßt das Murmeltier“) – „Was wäre, wenn man sein Leben nochmal leben könnte?“

Im Grunde ist die Story simpel: Jeff stirbt mit 39 Jahren an einem Herzinfarkt und erwacht wieder als 18 Jähriger – er hat eine neue Chance bekommen. Doch es bleibt nicht bei dieser einzigen Chance und so muss (darf) er sein Leben wieder und wieder leben. Später findet er sogar noch jemandem, dem es genauso geht.

Ich will nicht zuviel vorweg nehmen, aber neben dem faszinierenden Grundgedanken ist es vor allem das Spiel mit den Möglichkeiten und die komplexen emotionalen Zustände und Veränderungen, die die beiden Hauptcharaktere erleben (dürfen), die das Buch so … intensiv… machen.

Ich kann jedem, der sich selbst schon mal die Frage gestellt hat: „Was wäre, wenn ich nochmal neu anfangen könnte?“ nur empfehlen, das Buch zu lesen… 5 Sterne gibts von mir auf jeden Fall