[Gespielt] Game Dev Tycoon

Game Dev Tycoon

Dass es hier zur Zeit kaum Neues gibt, liegt vor allem am schönen Wetter und der Gartenzeit. Denn vor lauter Zeit, die ich abends lieber draussen verbringe (oder tagsüber beim umgraben, einsetzen , Unkraut jäten etc.) komme ich kaum noch zum Spielen. Und die let´s Plays und Serien wollen ja auch noch geschaut werden. In den letzten Tagen habe ich aber wieder ein süchtig machendes Spiel gefunden: Game Dev Tycoon von Greenheart Games.

Im Prinzip ist das nichts anderes als eine Umsetzung der iOS App Game Dev Story von Kairosoft, allerdings muss man Greenheart Games zugestehen, dass die PC Version so simpel wie suchterregend ist. Man spielt einen der ersten typischen Garagenentwickler für Videospiele aus den Anfängen der Spieleära und muss versuchen sich durch geschicktes Erkennen von Trends und durch das Entwickeln von erstklassigen Spielen von einer kleinen Spieleschmiede zu einem Großkonzern zu verwandeln. Am Anfang ist das noch durchaus überschaubar, denn es gibt nur wenige Genres und wenig Forschungsfelder, aber die Zeit schreitet rasch fort und so gilt es auf das richtige (Konsolen-) Pferd zu setzen. Anfangs ist es auch noch wichtig Kooperationen mit Publishern einzugehen, um nicht sofort finanziellen Schiffbruch zu erleiden, aber mit ein wenig Erfahrung und einem guten Händchen für den richtigen Trend kann man durchaus im Spielebusiness überleben.

Ich für meinen Teil habe es bisher nur zur Ära der PS2 und XBox geschafft, bevor ich kein Land mehr gesehen habe, aber es war ja auch erst der zweite Anlauf. Für alle, die Game dev Story auf dem IPhone gemocht haben, oder andere, die den Retro- Charme so einer Simulation lieben und bezug zum Spiele Business haben ist Game Dev Tycoon auf jeden Fall ein Pflichtkauf!

[Gespielt] Don´t Starve!

dontstarve

Don´t Starve (DS) ist ein Survival (und Rogue-like) Spiel in einer sehr kunstvoll gemalten Welt mit sehr individuellem Stil. Na das ist aber mal ein Startsatz für einen Artikel :). Machen wir es also etwas spannender: Unser Protagonist Wilson erwacht eines Morgens in einer (zufällig generierten) Welt und hat weder Werkzeug noch sonst etwas Nützliches bei sich. Also macht er sich in bester Minecraft- Manier auf die Suche nach den ersten Rohstoffen und erkundet seine Umwelt. Aus Stöcken und Flintstones bastelt er sich eine erste Axt, Bäume werden gefällt, Blumen gepflückt, Karotten geerntet, doch dann wird es plötzlich Nacht. Und Dunkel. Und mit Dunkel meine ich: Ich kann weder die Hand vor Augen noch die Spielfigur auf dem Spielfeld sehen- Dunkel! Und als wäre das noch nicht das schlimmste, lauert in der Dunkelheit irgend etwas, dass Wilson gerne mal innerhalb von Sekunden umbringt.

Also machen wir uns ein Feuer und eine erste Basis, craften eine Forschungsmaschine und kommen so langsam in den Besitz von neuen Rezepten und können so neue Gegenstände herstellen. Und natürlich heisst es immer: Nicht verhungern! Also macht sich Wilson auf den Weg und erforscht die Start- Insel und bald danach auch die angrenzenden Inseln, wobei er jederzeit die Erfahrung machen kann, dass es viele Bewohner gibt, die ihm nicht wohlgesonnen sind und so lässt sich der eine oder andere Tod nicht vermeiden. Learning by (Perma-) Death lautet die Devise.

Alles in Allem ist Don´t Starve ein schönes, sehr Minecraftessques Spiel, dass sich zur Zeit noch in einer Betaphase befindet und somit auch ständig erweitert wird – beim Release im März sollte man unbedingt ein Auge darauf haben!

[Durchgespielt] Giana Sisters: Twisted Dreams

giana sisters twisted dreams

Das Remake des alten Commodore 64 Klassikers Giana Sisters ist gleichzeitig das Debut von Blackforest Games und das hat es durchaus in sich. GSTD ist ein waschechter Plattformer mit einem besonderen Twist – auf Knopfdruck wechselt man sowohl die Dimension als auch die Schwester – und gleichzeitig wechselt auch Grafik und Musik (und über diese tolle Musik habe ich mich ja schon einmal etwas länger ausgelassen). Das Spiel wird an einigen Stellen noch dazu ziemlich knifflig (bzw. je nach Können auch mal bockschwer) und um alle Diamanten zu finden ist schon einiges an Skill notwendig.

Dazu gibt es auch noch nette Bossgegner, die wie früher eine eigene Taktik benötigen. Alles in Allem ein wirklich gelungenes Spiel, dass vor allem für Kenner des Ur- Spiels einen Blick wert sein dürfte.

[Durchgespielt] Half Minute Hero: Super Mega Neo Climax

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In 30 Sekunden geht die Welt unter und nur der Held kann es verhindern! In diesem Fall sind wir der Held und die 30 Sekunden sind durchaus ernst gemeint. Glücklicherweise ist die Göttin der Zeit auf unserer Seite und so können wir gegen eine Goldspende an einer Statur die Zeit auch wieder auf die vollen 30 Sekunden zurück drehen… Allerdings haben wir auch so schon genug damit zu tun durch die Welt zu laufen, einzukaufen, zu essen, Quests zu erledigen und natürlich Monster zu kloppen und Level aufzusteigen. Das ganze klingt witzig – ist es auch!

Die 31 Episoden spielen sich alle sehr schnell und kurzweilig und danach gibt es auch noch genug zu tun, denn dann werden alternative Spielkonzepte freigeschaltet – man bekommt also durchaus viel Spiel für wenig Geld. Wer auf witzige, liebevoll umgesetzte Spiele steht, und sich nicht am Pixel- Look stört, der sollte auf Half Minute Hero unbedingt einen Blick werfen!

[Gespielt] Hotline Miami

Es ist schon verstörend, wie man ein Spiel spielt und sich dabei ertappt, dass Töten einem Spaß macht. Töten ohne Sinn und Verstand, hauptsache schnell, fehlerfrei und ohne Gewissen. Die etwas kranke Musik gibt einem dabei den Rythmus vor und zieht einen richtig in einen Flow, eine Killing- Spree… und wenn am Ende des Levels die Musik ausgeht und man den Weg über die Körper, die man auf teilweise kranke Art und Weise erledigt hat, wieder zurück geht, dann, ja dann fragt man sich doch ein wenig nach dem Sinn des Tötens…

[Durchgespielt] Waking Mars

Und wieder mal ein Indie Game gespielt – und was für eines! Waking Mars ist ein unglaublich stimmungsvolles und süchtig machendes Spiel, dass durch eine interessante Spielidee zu unterhalten weiß. Aber von Anfang an: Liang und Amani sind Astronauten auf einer Mars- Basis und haben den Auftrag einen verschwundenen Mars Roboter zu suchen, der bei der Erkundung einer Höhle verschollen ist. Also macht sich Liang auf den Weg in die Höhle und findet… Leben! Genauer gesagt Pflanzen. Und mit jedem Schritt, den Liang tiefer in die Höhle vordringt werden diese Pflanzen vielfältiger.

Als die Höhle dann einbricht ist es nötig, dass Liang mit Hilfe der Pflanzen weitere Bereiche aufsucht. Das macht er, in dem er mehr oder weniger Gärtner spielt. Mit Hilfe der Eigenarten der Pflanzen, was Vermehrung, Essgewohnheiten und Verhalten betrifft muss Liang immer mehr Biomasse bereit stellen,. bevor sich die Membranen zur nächten Ebene öffnet. Das ist am Anfang ziemlich einfach, wird aber in späteren Abschnitten schnell komplexer.

Das alleine wäre als Spielprinzip schon gut genug, aber auch die Story spinnt sich immer weiter, wird komplexer und ist schön spannend. Waking Mars ist ein mehr als gutes Indie Spiel, dass 6 bis 10 Stunden Unterhaltung zu bieten hat und das man sich auf jeden Fall ansehen sollte!

[Gespielt] Recettear – An Item Shop Tale

Woher bekommen eigentlich die Händler in den Videospielen immer die Items, die sie an den Helden verkaufen? Im Indie Spiel  „Recettear“ finden wir es heraus! Hauptfigur ist die junge Recette, die die Schulden ihres Vaters abarbeiten soll und deswegen unter Aufsicht der Fee Tear einen Itemshop eröffnet. Die ersten Items lassen sich noch recht einfach bei der örtlichen Gilde erwerben, aber da die Schulden mit jeder Woche höher werden muss Recette früher oder später zusammen mit einem Mitglied der Abenteurergilde in ein Dungeon, um wertvollere Items zu ergattern.

Als wäre das nicht schon schwer genug kommt ausgerechnet in unser kleines Dorf auch noch eine Konkurentin der führenden Item- Handelskette und eröffnet auch noch einen Laden. Da kommt man natürlich ins (kaufmännische) Schwitzen.

Alles in Allem ist Recettear ein schönes kleines Indie Spiel, dass zwar nicht durch Spieltiefe, aber durch Charakter und Stil überzeugen kann. Ich werde icher noch ein paar Stunden damit verbringen, denn ein klein enig süchtig macht es natürlich auch…

[Durchgespielt] Home

Home ist ein Horror- Adventure in Pixeloptik von Benjamin Rivers. So weit, so gut. Das Spielprinzip ist simpel: Man läuft durch verschiedene 2D Screens und kann mit Items interagieren, muss Rätsel lösen und Entscheidungen treffen und kommt so in der Story voran, die nur ca. 90 Minuten dauert. Besonders an dem Spiel ist aber, dass durch die getroffenen Entscheidungen nicht nur jeder Durchlauf einzigartig wird, sondern was das Spiel mit dem Spieler selbst anstellt. Am Anfang erwacht man als namenloser Protagonist ohne Erinnerungen in einem Haus und hat nur eine Taschenlampe bei sich – und kann sich nicht erinnern, wie er dorthin gekommen ist. Der Versuch nach Hause zu kommen und die „Dinge“ die man dabei erlebt sind der Kerninhalt des Gameplays.

Man kann nur schwer beschreiben, was das Spiel mit einem anstellt. Denkt man zuerst, dass man den Plot der Story zusammen gesetzt hat und weiß, was passiert ist, ändert sich das in den letzten Minuten des spiels noch einmal komplett und man starrt mehr odr weniger fassungslos auf den Bildschirm, weil sich seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet haben und man versucht einen Weg zu finden, damit umzugehen.  Und an dieser Stelle wird das Spiel dann richtig packend, denn die weitere Vorgehensweise und die finalen Entscheidungen verraten weniger über das Spiel, dafür aber mehr über den Menschen, der die Spielfigur steuert und erlauben eine Reflexion auf sich selbst….

Ich kann „Home“ definitiv empfehlen und freue mich auf weitere Spiele von Rivers!

[Gespielt] F.T.L. – Faster than Light

Der Weltraum, unendliche Weiten – des ist das Abenteuer des Raumschiffs Stargazer, dass von der feindlichen Armee verfolgt wird und dem eigenen Obereinsatzkommando kriegsentscheidende Informationen überbringen  muss. Dabei fliegt es durch 8 Weltraumsektoren und besteht unzählige Abenteuer, während die Schiffssysteme verbessert werden, Freunde wie Feinde ihren Weg kreuzen und Gefechte ausgetragen werden.

Faster than Light ist ein Indie Spiel, wie man an der sehr moderaten Grafik schon sehen kann – aber eines mit richtig viel Tiefgang. Wie in der Einleitung schon erwähnt, ist das Spiel schlicht und einfach eine Art Rogue-Like im Weltraum. Man startet mit einem Schiff, einer Grundaustattung an Waffen und/oder Technik und einer Rumpfcrew. Jetzt heisst es durch eine Vielzahl an Sternensystemen zum nächsten Sprungcluster zu kommen. Jeder Wechsel eines Sonnensystems verbraucht Treibstoff, Jeder Kampf kann Raketen und/oder Drohnenteile verbrauchen. Diese drei Ressourcen gilt es kontinuierlich zu finden. Bei der Ankunft in einem neuen Sonnensystem wird ein Zufallsereignis getriggert, dass entweder in einen Kampf mündet, oder eine kleine Entscheidung vom Spieler fordert, an deren Ende eine Belohnung warten kann, aber natürlich auch eine Bestrafung, das Risiko eingegangen zu sein.

Kernstück des Spiels sind allerdings die Kämpfe, die nicht in echtzeit, sondern eher in einer Art Acrive Time Battle (wie z.B. bei Final Fantasy) stattfinden udn jederzeit pausierbar sind. Hierbei gibt es viele Möglichkeiten – vertraut man auf konventionelle Waffen, auf Drohnen, beamt man ein Enterkommando aufs gegnerische Schiff? Und natürlich macht die KI es nicht anders, sodass es nie eine allgemein gültige Taktik gibt.

Irgendwann kommt aber meistens der Punkt, an dem man schlicht und einfach stirbt – und das hat eigentlich immer mit einer eigenen Fehlentscheidung, einem zu gewagten Risiko oder Nachlässigkeit zu tun und dann darf man wieder von Vorne anfangen.

Fazit: FTL ist ein brilliantes kleines Spiel zum kleinen Preis, dass man sich eigentlich angeschaut haben muss.

 

 

 

[Gespielt] Souvenir

Ein Spiel, dass die Situation eines Mädchens beschreibt, dass von zu Hause auszieht und sich mit dem großen Sprung vom Mädchen zur Erwachsenen konfrontiert sieht? Ein Spiel über den Rückblick auf die „schönste zeit des Lebens“, bei dem man merkt, dass diese zeit vielleicht doch eher nicht so toll war? Ein Spiel, dass die Zukunftsangst beschreibt, die Unsicherheit, wenn man ins kalte Wasser des Erwachsenwerdens geworfen wird und des Umbruchs raus aus dem gewohnten Umfeld.

Souvenir ist ein Spiel, dass so sehr Indie ist, dass man es ihm nicht nur auf den ersten Blick ansieht, sondern dass gleichzeitig auch den Anspruch erfüllt, im Spielenden etwas zu wecken. Und Souvenir ist ein Spiel, dass man selbst gespielt haben muss, um zu verstehen, dass ein so verwirrendes und (in Teilen) auch unfertiges Spiel wirklich genial sein kann.

Wer einen Blick riskieren will, der kann das gratis auf der Homepage der Entwickler tun und sich die knapp 50MB downloaden. It´s worth it!