[Gespielt] Eternal Sonata

 

Nachdem ich doch schon ein wenig länger in Eternal Sonata reingespielt habe, hab ich jetzt endlich eine Meinung zum Spiel, die sich zwar bis zum Ende sicher noch ändern wird, allerdings hoffentlich nur noch ins Positive.

Inhalt: Der geniale Komponist Frederic Chopin liegt im Sterben bzw. ist schwer krank. In seinen (Fieber)Träumen erlebt er eine Reise in einer fiktiven Welt, während der er mit vielen anderen Charakteren zusammen trifft und einen abenteuervollen Weg hinter sich bringt. Die Welt und die Charaktere spielen auf Chopins „reale“ Welt an – insbesondere die Musik ist natürlich sowohl in Namen, als auch in Symbolen besonders stark vertreten. Chopin denkt, dass diese Reise mit seinem Tod in der realen Welt enden wird, der somit auch den Tod der Charaktere seiner Traumwelt bedeuten wird.

Gameplay: In typischer JRPG Manier läuft die Gruppe durch eine Welt, die sehr stark strukturiert wird. Die Wege zu den einzelnen Schauplätzen sind sehr linear, kaum einmal verlangt eine Abzwiegug eine Entscheidung. Die Gegner sind sichtbar und können umgangen werden, wovon aufgrund der geringen Anzahl aber abzuraten ist, denn wie in jedem JRPG braucht man das Training, um bei den Endgegner eine Chance zu haben. Auf solche Lauf- und Kampfeinlagen folgen dann meistens längere Dialogszenen, die in der Ingame- Grafik (die wirklich wunderschön und stimmig ist) gehalten sind. Alles in Allem kein Innovationspreis zu vergeben, aber durchaus solide Gameplay Kost

Kampf: Auch im Kampf tut sich wenig Neues. In einer Art Echtzeitsystem dürfen nacheinander die Gegner und die eigenen Charaktere agieren, allerdings läuft in der Interaktionszeit ein Timer nach unten – man hat also nur begrenzt Zeit, um seine Handlung abzuschließen, allerdings vorher genug Zeit, um diese zu planen. Im Laufe des Spiels werden solche „Komfortfunktionen“ allerdings bei steigendem Gruppenlevel wieder entfernt. Innovativ ist das Licht und Schatten System: Je nachdem ob man im Licht oder im Schatten steht, haben die Charaktere andere Sonderfähigkeiten – und auch die Gegner verändern sich, verwandeln sich teilweise sogar je nach Standort.

Musik: Eine tragende Rolle im Spiel spielt zwangsläufig die Musik, und die ist mehr als gut gelungen. Immer wieder finden sich Anleihen auf Chopins „wirkliche“ Musik wieder, aber auch die Eigenkreationen von Motoi Sakuraba können überzeugen. Vor allem die Kampfmusik hat es mir angetan, aber auch in den Zwischensequenzen wird die teils melancholische, teils freudige Stimmung gut transportiert.

Alles in allem ein wirklich schönes Rollenspiel, dass allerdings eher von der Stimmung als von der Handlung lebt, denn diese ist doch etwas zu linear und flach. Auch einige Steuerungsaspekte machen den Spieler nicht immer froh, aber darüber kann man gut hinwegsehen. Für Genre- fans fast ein Muss, alle anderen müssen drüber nachdenken, ich für meinen Teil liebe das Spiel und freue mich auf jede weitere Stunde.

 

 

 

 

[Gespielt] Eternal Sonata

Wieso habe ich eigentlich vor über 2 Jahren Eternal Sonata abgebrochen und nicht weiter gespielt? Ich liebe JRPG´s, vor allem dann, wenn sie etwas Besonderes sind – und das ist Eternal Sonata auf jeden Fall. Heute habe ich beschlossen, dass ES mein nächstes Projekt wird, dass es verdient hat, durchgespielt zu werden, und ich hab nochmal von vorne angefangen. Sicher, wenn man keine JRPGs gewohnt ist, kann es abschreckend sein, dass erst nach 1 1/2 Stunden das Intro beginnt, dass das Spiel in einem Traum von Frederic Chopin auf dem Sterbebett spielt – aber ganz ehrlich: We like this kind´a stuff!

Wenn das Spiel eine Spielzeit von ca. 35 Stunden hat, sollte ich also bis zum 12.10.2012 damit durch sein – das wäre auch wichtig, denn dann erscheinen Pokemon Black/White 2 und X-Com 🙂

Mal sehen, wie das alles termingerecht passt… Updates zu Eternal Sonata Versuch Nr.2 kommen hier sicher…

Angespielt: Nier

Vorneweg: Wer neue Rollenspiel Kost abseits der Normalität sucht, der sollte unbedingt weiter lesen… Wer allerdings einen Bericht über ein bisher unbekanntes Top- Rollenspiel erwartet, der… erwartet zu viel. Nier ist ein etwas älteres J- RPG von Square Enix, dessen Handlung/Story sich  wie folgend liest:

Der Spieler steuert den Charakter Nier durch eine weitestgehend offene Spielwelt. Der Spieler kann verschiedene Nahkampfwaffen und Magiefertigkeiten benutzen, um sich gegen die in der Spielwelt vorkommenden Gegner zu behaupten. Im Laufe des Spiels kann man diese Fähigkeiten ausbauen und verbessern. Die Kämpfe sind sehr actionlastig und laufen in Echtzeit direkt in der Spielwelt ab, ohne dass ein separater Kampfbildschirm (wie z.B. bei Final Fantasy) eingeblendet wird. Die Geschichte von Nier erfährt – nicht zuletzt durch die vier möglichen „Enden“ A, B, C und D – etliche Wendungen und wartet nach jedem größeren Storyfortschritt mit neuen Enthüllungen auf. Auf der Website des Spiels wurden zwischenzeitlich drei kostenlose Comics von DC veröffentlicht, die etwas Licht in die Vorgeschichte von Nier bringen und so etliche Fragen aufklären.

Ok, klingt noch nicht so spektakulär… Ist es eigentlich auch nicht: Die Grafik ist, dass muss man wirklich sagen, bestenfalls auf Playstation 2 Niveau. Wirklich wichtig ist, wie bei jedem Square Enix Spiel die Story, die Charaktere und die Fragen, die das Spiel aufwirft. Ich zitiere hier mal ganz dreist Mathias Oertel von 4players:

Die Themen Opferbereitschaft, Selbsthass, Unausweichlichkeit des Schicksals, Vorurteile oder der Umgang mit dem Tod sowie der eigenen Sterblichkeit, werden in den Gesprächen und Zwischensequenzen sensibel behandelt und sorgen so auch vor dem Bildschirm für Leiden, Freude und Sorge. In einigen Momenten der Hauptstory, die schließlich auch aufklärt, was es mit den Schatten auf sich hat, wurde für mich sogar eine emotionale Intensität erreicht, wie ich sie zuletzt bei Titeln wie Final Fantasy X verspürte.

Und genau dieses Gefühl kommt auch schon zu Anfang von Nier rüber. Spreche ich damit eine Kaufempfehlung aus? Das kommt darauf an: Ob Nier etwas für einen ist, muss jeder selbst entscheiden. Für mich ist Nier einen Blick wert, aber erst nach Resonance of Fate…

Weiter gespielt: Resonance of Fate

Ich hab´s wirklich getan… Nochmal von vorne mit Resonance of Fate, einem Japano RPG von Tri- Ace (in Japan unter dem Namen End of Eternity erschienen), dass ein komplexes Kampfsytem mit einem exotischen Setting vereint und in das man sich im wahrsten Sinne des Wortes erst „reinarbeiten“ muss. Zwei mal habe ich bereits angefangen, aber wegen extremem Frust auch wieder aufgegeben. Jetzt folgt der ritte Versuch und ich denke dieses Mal könnte es etwas werden, immerhin gibt es sowieso keine anderen aktuellen Spiele, die mich ablenken könnten.

Worum geht´s denn eigentlich?

Resonance of Fate spielt in ferner Zukunft, in der die Erde eine drastische Umweltveränderung erleidet. Aus unbekannten Gründen haben Giftstoffe, die Krebs auslösen, den Boden und das Wasser verseucht. Die Menschheit konnte sich nicht an die Veränderungen anpassen und verstarben. Die Überlebenden bauten ein gigantisches im Boden verankertes Konstrukt mit dem Namen Basel, eine umweltreinigende Maschine, die die Luft im Umkreis reinigen sollte; das Zenith System. Eine Zivilisation begann sich selbst um Basel herum aufzubauen, indem sie eine Stadt an den Turm bauten. Um den Krebs zu überstehen wurden die Leben der Menschen an Quarz gebunden und mit dem Zenith System verlinkt, was sie immun gegen Krankheit und Mutation macht, jedoch auch bedeutet, dass sie gezwungen sind in der Stadt zu bleiben und dass sie eine festgesetzte Lebenszeit haben.

Die Zivilisation begann schrittweise um Basel herum zu wachsen und die Leute zogen sogar letztendlich in das Innere der Maschine selbst und dessen Kern aus, was dazu führte, dass der Turm weit aus der Planetenoberfläche herausragt. Im Laufe der Jahrhunderte bauten die Leute Ebenen um den Kern und erbauten Dörfer, Städte, sogar Freizeitparks und Grenzsteine. Jedoch existiert Basel nun schon so lange, dass die Leute vergessen haben warum sie dort leben oder dass es überhaupt eine Welt außerhalb von Basel gibt.[4] Die Kardinäle, die die politischen/religiösen Führer und Basel und dessen Maschinerie anpreisen, bauten ihre luxuriösen Anwesen auf den höchsten Ebenen Basels, in dem monsterfreien „Chandelier“, während die unteren Klassen sich um die Basis und dem Vorbau ansammelten.

Wer einen Blick in das Kampfsystem werfen will, der schaut sich mal folgendes Youtube Video an:

Sharon, ich hoffe es stört dich nicht, dass ich dein Video verlinke, immerhin hast du mir den dritten Anlauf erst wieder schmackhaft gemacht.

Für alle Rollenspieler, die wie ich gerade im Sommerloch stecken, ist Resonance of Fate sicherlich eine nette und preisgünstige Variante, ein wenig Zeit tot zu schlagen.

The Last Remnant

Endlich habe ich Tales of  Vesperia durchgespielt und schon brauche ich ein neues Rollenspielprojekt. Aus meinem Regal mit noch ungespielten Spielen habe ich dieses Mal ein weiteres J- RPG gefischt: The Last Remnant. Schon 2008 wurde das Spiel von Square Enix auf den Markt gebracht – damals das erste Spiel mit der Unreal 3 Engine von Square Enix.

Ich stehe gerade erst ganz am Anfang – schon jetzt weiß ich aber, dass ich vermutlich mit dem Kampfsystem nicht ganz warm werden werde – hier mal ein kleiner Blick auf einen typischen Kampfbildschirm:

Das einfache Kampfinterface

Was ebenfalls schon zu Beginn auffällt sind die Grafikfehler, die Nachladezeiten – das Spiel ist technisch unsauber ausgeführt und bringt die XBox ins Schwitzen. Der Sound ist allerdings brilliant und die Charaktergestaltung interessant. Ich denke ein paar Stunden werde ich mir The Last Remnant noch ansehen – wenn es mich dann überzeugen kann, freue ich mich, wenn nicht warten noch genug noch nicht fertig gespielte Games in meinem Regal…

Tales of Vesperia – Again

Langsam aber sicher weicht die Lust nach MMO´s und dafür fröhne ich wieder meine Rollenspiel Lust. Ich gebe zu, ich habe gerade erst mit ToV angefangen, und habe auch noch nie einen Teil aus der Tales of Reihe gespielt, aber meine Erwartungen an die Serie sind jetzt schon erfüllt: Wie in den guten. alten Final Fantasy Zeiten. Helden ziehen von Location zu Location, es entspinnen sich Gespräche innerhalb der Gruppe und erst langsam wird klar, wer in welche Richtung unterwegs ist, wohin sich die Charaktere entwicklen… Ein ähnliches Feeling mit einem unbekannten RP hatte ich das letzte Mal bei Grandia auf der Playstation… good old times.

Für mich heisst das: Wieder zurück an die XBox, lieber wieder alleine offline spielen… mehr eintauchen in eine Story – und ich denke Tales of Vesperia wird mich hier nicht enttäuschen…

Star Ocean – The Last Hope

Ich weiss, in der letzten Zeit häufen sich die Artikel über XBox RPGs und dieses Mal ist es noch schlimmer: Nach Resonance of Fate habe ich auch mal einen Blick in ein weiteres JRPG geworfen, dass schon ein wenig länger bei mir im Regal steht – Star Ocean – The Last Hope. Dieser Teil der Star Ocean Reihe ist ein Prequel, was mir als Nicht- kenner der Serie natürlich sehr entgegen kommt. Andererseits kennt man Spiele aus dem Hause Square Enix und wenn Tri-Ace auch noch mitmischt, kann man wohl kaum etwas falsch machen.

Von Anfang an hat man das typische Feeling, was JRPGs betrifft: Viele Gespräche, etwas altbackene Grafik, aber mit sehr viel Charme. Sicher, man muss sich erst mal mit den typischen Charakteren warm machen, aber wenn das geschafft ist, bietet Star Ocean TLH sehr gute Kost: Sowohl im taktischen Kampf, als auch im gewohnten Erkunden/Gespräche suchen.

Ich bin gespannt, wer am Ende meine volle Aufmerksamkeit erringen wird: Star Ocean oder Resonance of Fate – beide sehr Ähnlich und doch grundverschieden…