Ausgegraben & Angespielt: Metal Gear Solid

Auf der E3 2011 wurde ja etwas angekündigt, was Stealth- Spieler in Aufregung versetzt haben dürfte: Eine HD- Remake Collection der Metal Gear Solid Reihe. Leider ist der erste (und vielleicht beste) Teil der Serie nicht enthalten – Grund genug für mich MGS auch endlich mal anzuspielen, denn ganz ehrlich: In meiner Playstation Zeit habe ich nie(!) ein Metal Gear Spiel angefasst. Spätere Versuche mit Emulator sind auch gescheitert, aber da Ebay zur zeit mein Freund ist, drehte sich gestern MGS in meiner PSX.

 

 

Meine ersten Gedanken zu dem Spiel: Holy Shit! Ist das schwer! Aber fangen wir am Anfang an:

Metal Gear Solid [ˈmetl ɡɪə ˈsɒlɪd] (jap. メタルギアソリッド, Metaru Gia Soriddo) ist ein Computerspiel mit Stealth- und Action-Elementen von Hideo Kojima, das von Konami entwickelt und 1998 erstmals veröffentlicht wurde. Metal Gear Solid ist nach Metal Gear und Metal Gear 2: Solid Snake der dritte Hauptteil der Metal-Gear-Reihe. Er erschien für die Spielkonsole PlayStation und wurde später auch für Windows portiert. Das Spiel wurde weltweit über 6 Millionen Mal verkauft.[1] Weiterhin erhielt Metal Gear Solid zahlreiche Auszeichnungen und hohe Wertungen in Fachzeitschriften. Metal Gear Solid ist der erste Teil der Reihe, der über eine Sprachausgabe verfügt und in 3D-Grafik realisiert wurde. Daher rührt auch das „Solid“ im Namen aller Teile der neuen Serie; es lässt sich mit „räumlich“ übersetzen.

Metal Gear Solid ist ein Hardcore Stealth- Spiel: Man muss durch die Räumlichkeiten eines Feindesbasis schleichen, robben, rennen, kriechen ohne vom Gegner entdeckt zu werden. Hier hilft ein Blick auf die Minikarte – manche Menschen sollen das Spiel gänzlich ohne Spielgrafik durchspielen können – nach den ersten Stunden im Spiel verstehe ich das sogar, denn der Blick haftet meistens an der pixeligen Minimap und nicht am (aus heutiger Sicht) nicht minder pixeligen Hauptgeschehen. Wird man entdeckt, gibt es Alarm und man wird mit den Wachen konfrontiert, was angesicht der Steuerung im Kampf und der wenigen Munition häufig tödlich endet.

Für mich ist auch die (verworrene?) Handlung weit interessanter als das Gameplay selbst. In unzähligen (laaangen) Zwischensequenzen, die aus sich unterhaltenden Porträts bestehen, wird ein Netz aus Story, Lügen, Intrigen, unwichigen Informationen, Flirts und anderem aufgebaut, und es kann durchaus passieren, dass man mal 5 bis 10 Minuten vor dem Monitor sitzt, ohne dass man einen Finger rühren muss.

Metal Gear Solid ist ein Meilenstein in der Geschichte der Videospiele, definitiv ein gutes Spiel, aber man braucht einen kühlen Kopf und einen langen Atem, um es durch zu spielen. Mal sehen, ob ich dran bleibe, oder ob mich doch wieder etwas anderes lockt…

Emulatoren & Remakes

Ich gebe es ganz offen zu: Auf meinem PC habe ich schon so ziemlich jeden Emulator installiert, den es gibt. Im Normallfall macht man so etwas ja, wenn man ein Spiel im Schrank stehen hat, die zugehörige Konsole aber kaputt ist oder man einfach schnell und unkompliziert spielen will, als den ganzen Krempel aufzubauen.

Andererseits ist es doch immer wieder schön, ein Stück Kindheitserinnerung in der Hand zu haben. Ein altes NES Modul in den Schacht der Konsole stecken, ein verzerrtes Bild sehen. Das ganze wieder rausziehen, ordentlich durchpusten, ein liebvoller Klaps auf die Konsole, um die Platine wieder gerade zu rutschen und dann der nächste Versuch. Dazu nimmt man dann das eckige Pad in die Hand, dass einem schon nach wenigen Minuten Fingerkrämpfe und kaputte Daumen beschert … gibt es wirklich ein besseres Gefühl beim Spielen?

Ähnlich verhält es sich mit anderen Konsolen oder Handhelds: Die Geräusche, die Haptik – das alles gehört irgendwie zum Spieleerlebnis mit dazu und nur wer heute einen Game Boy Classic zur Hand nimmt und verzweifelt, weil es einfach unmöglich ist, ein erkennbares Bild zu bekommen, weil die Leuchtkraft des Bildschirmes einem Glühwürmchen entspricht und weil das Display spiegelt wie sonst was, der kann wirklich nachvollziehen, wie sein Hobby in den letzten Jahren gewachsen ist.

Etwas anderes ist es mit Remakes: Ein Remake dient meistens ja dazu, ein in die Jahre gekommenes Spiel einem neuen Publikum zu präsentieren. Steuerung, Grafik und Sound werden überarbeitet und aufgefrischt und so kommt oft ein wirklich tolles Spielerlebnis zu Stande. Square Enix überarbeitet zum Beispiel seit einiger Zeit die komplette Final Fantasy Reihe, bietet sie auf neuen Plattformen wie dem NDS, IPhone oder IPad an. Ocarina of Time schafft den Sprung in 3D und einige epische Klassiker werden auf der Playstation 3 und der Xbox 360 in HD geportet. Man kann darüber natürlich geteilter Meinung sein: Die einen werden sagen es handle sich um reine Abzocke und die Publisher wollen nur noch mehr Geld aus der eh schon ausgequetschten Serie pressen. Sicher: Geld, ist immer ein Motivationspunkt, aber andererseits gibt es auch andere gute Gründe, ein Remake anzugehen.

Ich hatte letzte Woche beispielsweise ein interessantes Gespräch mit einem Kind. Im Verlauf des Gespräches kamen wir von der Wii zu guten Spielen und dann wollte ich damit auftrumpfen, dass die besten Rollenspiele immer noch auf dem Super Nintendo rausgekommen sind. Antwort: „Es gibt ja gar kein´ Super Nintendo!“

Viele Menschen (nicht nur Kinder) wissen nichts von der Spielegeschichte und es interessiert sie auch gar nicht. Sie spielen beispielsweise ihr Zelda auf dem Nintendo DS, haben aber noch nie davon gehört, dass es so etwas wie ein Ocarina of Time gibt! Andere spielen gerne Aufbaumanager XY, werden aber ihr Leben lang nicht erfahren, wie toll ein Siedler II oder Sim City 2000 war.

Für neue Generationen von Spielern ist es sinnvoll, „good old Games“ nochmals auf den Markt zu bringen, in einem Gewand, dass man nicht sofort Augenkrebs bekommt. Denn nicht jeder hat noch eine Uraltkonsole und einen Röhrenfernseher. Und mal ganz ehrlich: Wenn Beverly Hills 90210 neu aufgelegt wird, wenn es 17 Versionen der Weihnachtsgeschichte gibt und wenn im Radio dauernd Coverversionen laufen, dann ist es doch schön zu wissen, dass manche Videospiele auch nie sterben werden.

Retro Games IV – Amiga – Teil II

Nachdem es (auch für mich überraschend) auf dem Amiga doch ziemlich viele Spiele gegeben hat, an die ich mich erinnere bzw. die mir wichtig genug sind, um sie noch einmal Revue passieren zu lassen. Hier also der zweite Teil meiner Highlights aus den frühen 90er Jahren:

1. Die Siedler

Bluebyte brachte 1993 mit die Siedler ein Spiel an den Start, dass bis heute Ableger produziert. Alles inaAllem dreht sich das Spielprinzip um ausgefeilte Warenkreisläufe in einer strategisch angehauchten Wirtschaftssimulation. Man baut Rohstoffe ab, diese werden weiter verarbeitet um so sein Reich auszubauen und irgendwann in feindkontakt zu kommen, was neue Rohstoffe benötigt, um den Gegnr irgendwann platt zu machen. Der Wuselfaktor und die teilweise doch recht langen Wartezeiten haben das Spiel damals zu etwas besonderem gemacht, was heutzutage aber kaum noch jemand so akzeptieren könnte. Denn oft bestand die ufagbe darin, 20 Minuten einfach den Siedlern zuzusehen und zu warten, bis alle Rohstoffe dort angekommen waren, wo man sie gebraucht hat. Andererseits konnte man in diesen Wartezeiten an den Kreisläufen schrauben und versuchen, das Letzte aus seiner Wirtschaft und seinen Siedlern rauszukitzeln.

2. Stunt Car Racer

Nicht gerade eine Grafikbombe, dafür aber geradefür kreative Köpfe ein tolles Spiel war Stunt Car Racer. Im Prinzip musste man mit seinem Rennwagen eine Strecke lang fahren und die Bestzeit holen. Der Streckeneditor war allerdings top und so hat man die wagemutigsten Strecken und aberwitzigsten Konzepte zusammengeschrubt, wie es heute z.B. nur Trackmania bietet.

3. Speedball


Ebenfalls ein „Sportpiel“ war Speedball – Das Spielprinzip lässt sich am besten als eine Art in der Zukunft angesiedelten Handball beschreiben. Das Spielszenario wurde von dem Film Rollerball aus dem Jahr 1975 inspiriert. Jedes Team besteht aus den Mannschaftsteilen Abwehr, Mittelfeld und Angriff. Ziel des Spiels ist es, in den beiden Halbzeiten möglichst mehr Punkte als die gegnerische Mannschaft zu erzielen. Gezählt werden dabei sowohl Tore als auch verletzt ausgeschiedene Spieler der gegnerischen Mannschaft. Im zweiten Teil der Speedball-Reihe kamen verschiedene Möglichkeiten hinzu, zusätzliche Punkte zu sammeln oder durch Multiplikatoren zu erhöhen.

4. Rainbow Island

Im Gegensatz zur gewalt von Speedball war Rainbow Island mehr auf der knuddeligen Seite der Genres zu finden.

Rainbow Islands ist ein 1987 veröffentlichtes Jump’n’Run-Spiel des Spieleherstellers Taito. Es ist der Nachfolger des Spiels Bubble Bobble. Die Spielfigur verfügt über die Fähigkeit, kurzzeitig begehbare Regenbogen zu erzeugen. Außerdem ist es mit den Regenbogen möglich, feindliche Figuren einzufangen und auch auszuschalten. Ziel ist es, in einer bestimmten Zeit immer höher zu gelangen, bevor die Spielfigur von einer Flutwelle erfasst wird. Die fünfte Insel, DOH Island, ist hier eine Huldigung des Spiels „Arkanoid“ von Taito mit vielen Gags, zum Beispiel ist der Boss von DOH Island, DOH selber, der Endgegner von „Arkanoid“. Werden Gegner mit Hilfe der Regenbogen erledigt, verwandeln sie sich (ähnlich wie bei Bubble Bobble) in Süßigkeiten oder Diamanten in unterschiedlicher Farbe. Sammelt der Spieler alle sieben Diamanten ein, erhält er nach Erledigen des Endgegners der jeweiligen Insel einen großen Diamanten. Hat der Spieler alle großen Diamanten von allen Inseln eingesammelt, bekommt er zum Ende des Spiels eine Sequenz gezeigt, in der die Bewohner der Inseln befreit und wieder in Menschen zurückverwandelt werden.

5. Populous

Am Anfang war Populous immer ein Rätsel für mich – Wie spielt man es, worum geht´s eigentlich und was bedeuten die verschiedenen Tasten? (Immerhin waren meine Englisch Kenntnisse damals noch sehr bescheiden.) Erst ein paar Jahre später habe ich die genialität des Spielprinzips wirklich verstanden und auch gewürdigt.

Der Spieler und sein Computer-Gegner stellen imaginäre Götter dar, die den epischen Kampf zwischen „gut“ und „böse“ ausfechten, indem sie durch indirekte Einwirkung versuchen, ihr Volk zu mehren und zu stärken, um schließlich das Volk des anderen Gottes zu vernichten. Dazu kann der Gott die isometrisch scrollend dargestellte Umwelt zugunsten seiner Gläubigen verändern, indem er Land anhebt und absenkt. Die direkte Interaktion mit dem Volk nimmt nur einen sehr geringen Teil des Spieles ein, denn die direkte Steuerung der Spielfiguren ist ausschließlich durch den Papal Magnet möglich. Die Anhänger besiedeln automatisch das umliegende Land. Der Spieler ändert dabei nur ihre Gesinnung zwischen pazifistischer und aggressiver Haltung, die dafür verantwortlich ist, ob die eigenen Anhänger beim Auftreffen auf die gegnerischen Gefolgsleute friedlich das freie Land bebauen oder versuchen, die Häuser des Gegenspielers zu erobern und seine Anhänger zu bekämpfen.

In den meisten Leveln ist es dem jeweiligen Gott nur in einem eingeschränkten Bereich möglich, die Landschaft zu generieren – nämlich ausschließlich in der Nähe der eigenen Gläubigen beziehungsweise deren Häusern. Im Gegensatz dazu können Naturkatastrophen wie Erdbeben oder die Sintflut gezielt auf der ganzen Karte ausgelöst werden. Neben dem Erschaffen von Sümpfen und Vulkanen können aus den Anführern des Volkes (Träger der Miniaturversion des Papal Magnets) Kreuzritter generiert und ausgesandt werden, um die gegnerischen Bauten zu zerstören und deren Bewohner zu eliminieren. Als ultimativer Zauber gilt das Armageddon, bei dem alle Bewohner der gesamten Welt ihre Häuser verlassen und sich in der Mitte des Levels zur letzten, alles entscheidenden Schlacht treffen.

Natürlich gibt es noch sehr viel andere Spiele, die ich damals oft gespielt habe – am Rande nennen will ich hier zum Beispiel Defender of the Crwon, North & South oder ein Bildadventure, dass ich eigentlich  nur gespielt habe, weil man dabei auf einer Ferieninsel einmal ein paar nackte Brüste zu sehen bekommen hat… (sachliche Hinweise zum Spiel bitte an mich ^^).

Alles in Allem war die Amiga- Zeit sicher eine meiner intensivsten – vielleicht nur noch geschlagen von der Playstation One…

  1. Retro Games I – Commodore 64
  2. Retro Games II – Arcade Automaten
  3. Retro Games III – Game Boy
  4. Retro Games IV – Amiga
  5. Retro Games V – NES
  6. Retro Games VI – Playstation One

Retro Games IV – Amiga – Teil I

Beim durchsehen der alten Spiele, die ich seinerzeit am Amiga 500 gespielt habe, ist mir aufgefallen, dass da viel zu viele tolle Sachen dabei waren, die mich lange beschäftigt haben – zu viele, um sie in einem einzigen Blogpost bzuhandeln. Deswegen kommt heute der erste Teil mit fünf Spielen und morgen dann Teil II. Mein Amiga 500 war mein erster „eigener“ Computer, den ich nicht teilen musste. Andere hatten zu dieser Zeit einen 286er oder nach wie vor den Commodore64, ich bin irgendwie zum Amiga gekommen, ich weiß noch nicht mal mehr so ganz genau, wie das passiert ist. Eine tolle Zeit war es aber auf jeden Fall – und ich hab damals sogar daran gearbeitet ^^. (Falls man Englisch- Übersetzungen, Textadventure Programmieren und anderes so nennen mag.) Aber gut, kommen wir gleich zum ersten Spiel:

1. Syndicate

Als allererstes muss man über das Intro sprechen. Alter – so eine tolle Grafik hatte ich damals noch nie gesehen – fotorealistisch! Was Bullfrog damals (1993) auf den Bildschirm gebracht hat, war wirklich nicht übel. zudem war das Spiel auch noch top! Im Grunde geht es darum, dass man als ein Konzern versucht, die gesamte Weltkarte unter seine herrschaft zu bringen. Hierzu darf man in jedem Zielgebiet mit seinen bis zu 4 Cyborg Agenten teils bockschwere Missionen absolvieren, die nicht nur spannend, sondern auch abwechslungsreich waren. Der Gealtgrad war für so eine Art Spiel ziemlich explizit und die moralischen Werte auch nicht gänzlich undiskutiert: Zivilsten konnten icht nur Gedankenmanipuliert werden, sondern auch einfach vom Auto überrolt oder anderweitig erschossen werden.

Trotzdem: Spaß hats gemacht – Schade nur, dass die oft diskutierte Neuauflage von EA auf sich warten lässt.

2. Burntime

Burntime war ein Spiel, dass mich lange gefesselt hat, lange bevor das Gleiche wieder bei Fallout passiert ist. Ebenfalls 1993 auf den Markt gekommen handelt es sich um eine Mischugn aus Adventure, Rollenspiel und enigen andere Genres. Man reiste in einer postapokalyptischen Welt herum, musste versuchen durch Handel, Questen oder Kampf an Nahrung, Wasser und Items zu kommen, mit denen man nach und nach Dinge basteln konnte, die einem beim Überleben helfen sollten. Nach und nach konnte man dann die NPCs entweder durch Kampf oder durch „aushungern“ aus dem Weg schaffen, um am Ende eine neue Zivilisation unter eigener Flagge erschaffen zu haben… Was für ein athmossphärisches Spiel war das damals… ich hätte Lust, mir das nochmal an zu tun.

3. Sensible Soccer

Ebenfalls 1993 kam von Renegade das wohl beste Fussball- Spiel dieser Zeit auf den Markt. Das Spiel glänzte eher durch gute Spielbarkeit als durch großartige Grafik, es galt jedoch trotzdem lange Zeit als eine der besten Fußballsimulationen. Man konnte bei diesem Spiel aus 64 Clubs und 34 Nationalmannschaften auswählen, deren Namen genauso wie die der Spieler veränderbar waren. Man hatte darüber hinaus die Möglichkeit, eigene Ligen mit bis zu 20 Teams zu erstellen. Sensible World of Soccer wurde im März 2007 in die Game Kanon gewählt, eine Liste von Computerspielen, die als Meilensteine gelten.

Ich kann mich noch gut erinnern, wirklich eine komplett neue Liga angelegt zu haben, alle Namen per Hand umzuschreiben und dann auch komplett durch zu spielen. Im Gegensatz zu den Fussballspielen auf dem NES oder den Arcade- Automaten waren die Spielzüge nahezu realistisch und eine Zufallskomponente war ebenfalls mit dabei… Gut, im vergleich zu den FIFAs und PESs von heute sieht der Titel ein wenig blass aus, damals war´s aber unschlagbar gut…

4. Elite II – Frontier

Elite Frontier hatte ich damals als Original in Hamburg geholt und war begeistert. Schon Elite auf dem C64 hat mich Stunden gefesselt und auf dem Amiga (in Farbe!) hat mich das offene Spielprinzip und das große Universum dazu gebracht, einen Großteil meiner Ferien in das Spiel zu stecken.

Wie auch bei Elite schlüpft der Spieler in die Rolle eines Raumschiffbesitzers und kann sich fortan als Weltraumhändler, Pirat, Kopfgeldjäger, Söldner oder Rohstoffsucher betätigen oder auch einfach nur den Weltraum erkunden und z.B. in unerforschte Planetensysteme vordringen.

Gegenüber dem Vorgänger gibt es jedoch zahlreiche Neuerungen: So präsentiert sich dem Spieler eine wesentlich realistischere Spielwelt, erstmals gibt es komplexe Sonnensysteme, wogegen die Systeme in Elite nur aus je einem Planeten, einer Raumstation und einem Fixstern bestanden. Zudem ist es nun jedoch auch möglich, auf Planeten zu landen, wogegen das Original-Elite nur die ansteuerbaren Raumstationen bot. Frontier fügt dem Spielprinzip komplexe Systeme mit vielen unterschiedlichen Planeten und Planetentypen, zahlreichen Monden, Doppel- und Mehrfachsternen sowie Sterne aller Spektralklassen des Hertzsprung-Russell-Diagramms hinzu.

Wie bei diesem Genre üblich, besitzt man zu Beginn nur ein kleines, schwaches Schiff. Daher ist man zunächst dazu gezwungen, auf sicheren – und somit langweiligen – Strecken durch Handel Geld zu verdienen, um mit der Zeit stärkere Schiffe mit besserer Ausrüstung zu erwerben. Im Prinzip lässt sich durch diese Art Handel mit genügend Geduld beliebig viel Geld verdienen, für gewöhnlich verlässt man jedoch diese sicheren Routen, sobald man ein kampftaugliches Schiff sein Eigen nennt.

Weiterhin gibt es zahlreiche neue Betätigungsmöglichkeiten wie etwa entgeltlicher Transport von Paketen und Personen, militärische Aufklärungsaufträge, Attentate oder Bergbau auf Planeten. Außerdem kann man sich als Soldat in den Dienst eines der beiden konkurrierenden Mächte, der Föderation oder dem Imperium stellen und erhält mit steigendem Rang immer gefährlichere, aber auch besser bezahlte Aufträge und eventuell sogar Auszeichnungen.

Im Übrigen fehlt in Frontier eine echte Handlung, welcher der Spieler folgen könnte. Der eigentliche Kernpunkt des Spieles ist lediglich, in der „Elite-Wertung“ aufzusteigen, welche auf den Abschüssen gegnerischer Raumschiffe basiert. Diese Wertung spielt auch eine Rolle bei der Auftragsvergabe, da manche Auftraggeber ein bestimmtes Mindestniveau voraussetzen. Für den höchsten Rang, „Elite“, benötigt man 6000 bestätigte Abschüsse.

Schlussendlich hat der Spieler einen „Ruf“ zu wahren bzw. aufzubauen; unehrenhafte Taten verschlechtern die Reputation, was sich wiederum negativ auf die Auftragsvergabe auswirkt. Wer beispielsweise einmal einen Passagier an eine ihn verfolgende Gruppierung ausliefert, bei dem wird auf absehbare Zeit kein Passagier mehr mitfliegen wollen.

Wirklich gutes Weltraum Spiel – nur geschlagen vom noch viel besseren…

5. Wing Commander

Zu Wing Commander muss man denke ich kaum Worte verlieren… Man spielt einen jungen Piloten im Krieg der terraner gegen die katzenartigen Kilrathi und neben den grafisch ansprechenden Raumkämpfen im Star Wars Stil haben mich damals vor allem die Zwischensequenzen, die die Handlung voran getrieben haben, dazu motiviert, das Spiel weiter zu spielen. Wer Wing Commander nicht gespielt hat, wird es kaum verstehen, wer es gespielt hat, liebt es heiss und innig!

Das war der erste Teil meiner Amiga Erinnerungen… Teil 2 kommt in Kürze

Retro Games III – Game Boy

Der Game Boy – Nintendos Klassiker, an den sich so ziemlich jeder in meinem Alter mit Freude erinnert. Was haben wir gespielt, wieviele Baterien hat der Ziegelstein gefressen? Und wenn man ihn heute nochmal zur Hand nimmt, dann fragt man sich, wie man bitte auf dem Display mit den Spiegelungen und dem Kontrast überhaupt spielen konnte… Ich selbst hatte Game Boy, Lupe & Licht, Tasche und ca 20 bis 30 Spiele, die man aber gerne getauscht hat… und keine Ahnung, wo meine Sammlung von damals abgeblieben ist… eigentlich schade, aber andererseits kann ich noch immer meine 5 liebsten Game Boy Spiele abseits von Tetris, Mario, Metroid und Co vorstellen, die man gespielt haben muss…

1. Tennis

Ja, ich geb´s zu: An diesem langweiigen Tennis Spiel habe ich Stunden um Stunden verbracht. Und warum? Weil es genial war! Eine Steuerung, die mit den beiden Buttons alles aus dem Spiel gekitztelt hat, man konnte sogar im Multiplayer per Link Kabel spielen und es war immer fordernd. Da kann ein Virtua Tennis auf der XBox heute noch nicht dagegen anstinken!

2. Choplifter

Man fliegt einen Helikopter, muss einerseits Panzer und Flugzeuge abschießen, andererseits Leute vom Boden aufsammeln und in eine Landezone bringen, wo sie in Sicherheit sind. Bei diesem Spiel merkt man, dass man früher Spieleideen in einem Satz beschreiben konnte, die aber deswegen trotzdem genial waren. Choplifter spiele ich heute noch und Klone davon gibt es sowieso auf allen Plattformen – also einfach mal suchen!

3. Duck Tales

Nach Super Mario Land ganz sicher das beste und am meisten verkanteste Jump´n Run auf dem Classic Gameboy. Mit Onkel Dagobert geht´s durch diverse Level auf Schatzsuche – und nicht nur die Grafik war beeindrucken, auch der Sound war brilliant, also tut euch den gefallen und schaut mal bei einem Youtube Video rein – es lohnt sich!

4. Gargoyles Quest

Noch ein Spiel, dass relativ unbekannt ist (vielleicht zu recht), dass mir aber jede Menge Spaß bereitet hat – und Frust, denn es ist bockschwer. Und es hat eine Besonderheit: Einerseits ähnelt es Zelda, da es eine durchaus komplexe Story hat, andererseits hat es in Kämpfen oder Dungeons einen Jump´n Run Anteil. Zur Story kurz folgendes:

Die Hintergrundgeschichte beschreibt die fiktive Welt Ghoul Realm und eine Invasion durch den Antagonisten King Breager. Dieser versuche zum zweiten Mal jene Welt zu erobern; laut der Geschichte wurde die erste Invasion durch den als Retter des Ghoul Realm bezeichneten Gargoyle Red Blaze abgewehrt. Das Spielintro beschreibt, dass sich der Hauptcharakter Firebrand zum Anfang des zweiten Angriffs auf einer Mission in einer anderen Dimension befindet und zur Verteidigung seiner Heimatwelt zurück beordert wird. Im Spielverlauf stellt sich heraus, dass Firebrand und Red Blaze identisch sind. Der letzte Endgegner im Spiel ist King Breager. Nachdem der Spieler jenen besiegt und so den gefangenen König des Ghoul Realm befreit, beschreibt der Abspann, dass Firebrand zu einer Legende im Ghoul Realm geworden ist. Als Belohnung erhält der Protagonist das Recht, die Erde zu erobern. Die Ghosts ’n Goblins-Spiele bilden die Erde als Spielumgebung ab.

5. Zelda

Super Mario und Tetris konnte ich ja noch als allgemein bekannt abtun, aber Zelda muss trotzdem auf die Liste! Der kleine Link läuft durch Hyrule, löst Rätsel, erkundet Dungeons, kämpft und das alles mit einer Liebe zum Detail, die auf dem Gameboy Classic ihresgleichen sucht. Die Zelda Umsetzung auf den Gameboy hat Nintendo erst richtig Tür und Tor für den Siegeszug der Serie geöffnet, die ja mit Zeklda: Okarina of Time 3D auf dem Nintendo 3DS ihren derzeitigen Höhepunkt gefunden hat…

  1. Retro Games I – Commodore 64
  2. Retro Games II – Arcade Automaten
  3. Retro Games III – Game Boy
  4. Retro Games IV – NES
  5. Retro games V – Amiga