[Angespielt] Galactic Civilizations II

galactic civilizations 2

Letzte Woche hatte ich ja Teil 1 der Serie angespielt und hab mich ein wenig über die wenigen Funktionen geärgert… Nachdem ich also jetzt Teil II gespielt habe, muss ich sagen: „Hui… das ist genau richtig!“ Natürlich geht aus auch in GC II darum, den Weltraum zu koloniesern, Raumstzationen zu bauen und auf eine der vielen Arten zu gewinnen. Der Techtree ist im Vergleich zum ersten Teil enorm gewachsen und übersteigt bei Weitem den eines Civilization – außerdem kann man sich jetzt seine Schiffe komplett modular selber zusammenstellen, was den militärischen Part des Spiels nochmal komplexer macht. Außerdem gibt es natürlich diverse Möglichkeiten seine Planeten auszubauen und auch das Diplomatiesystem hat nochmal eine Tiefenstufe mehr dazu gewonnen.

Alles in Allem ist GC II ein richtig schöner Rundenstrategie- Kracher, der zwar schon einige Jahre auf dem Buckel hat, den man aber als Genrefreund unbedingt einmal angespielt haben sollte.

[Angespielt] Wagon Adventure

Ein Twin- Stick Shooter-Adventure Game in Retro- Pixellook, dass auf semi- zufällig aneinander gereihten Szenen besteht und in dem es darum geht im Amerika der Pionierzeit lebendig das Ende des Trails zu erreichen? Klingt Indie? Ist auch Indie! Und so seltsam sich das Spielkonzept anhört, umso spaßiger ist es aber zu spielen. Für die eine oder andere Minute zumindest, dann kennt man schon die meisten der zufälligen Events und es bleibt „nur“ noch ein schnelles Spiel für Zwischendurch mit teilweise hohem Frust- Faktor.

Grafik und Sound sind gerade für mich als Pixel- Fan klasse, das Gameplay neu und so kann ich nur sagen: Auf jeden Fall Probe spielen!

 

 

 

Angespielt: Terranigma

Eines der besten Spiele der 16Bit Ära … und ich hatte endlich mal wieder ein bisschen Zeit, um einen Blick darauf zu werfen. Aber vorneweg: Was ist Terranigma?

Terranigma gehört mit zu den letzten offiziellen Spielen, die in Europa für das SNES groß beworben wurden. Der Nachfolger Nintendo 64 stand kurz vor der Veröffentlichung und die Konkurrenten PlayStation und Sega Saturn entrissen den 16-Bit-Konsolen den Videospielemarkt. Terranigma sollte noch einmal als Weihnachts-Verkaufserfolg für das SNES wirken, da die Genres der RPGs und Action-RPGs auf den neueren Plattformen noch unterrepräsentiert waren. Im Prinzip geht es in Terranigma um die Hauptperson Arc, die eine Kreatur freilässt und dabei unglücklicherweise seine Freunde und sien ganzes Dorf einfriert. Bei dem Versuch, dies durch Bereisen der Welt und durchkämpfen von Dungeons zurück zu ändern, passieren aber noch ganz andere Dinge: Die Welt verändert sich!

Denn wo andere RPGs an dem Punkt aufgehört hätten, beginnt Terranigma erst mit einem harten Plot- Twist. ACHTUNG, AB HIER WIRD HART GESPOILERT!

Während bei anderen Rollenspielen in der Regel die Welt zu retten ist, muss sie bei Terranigma erst wieder erschaffen werden. Terranigma ist eine Mischung aus RPG und Action-Adventure, die Entwickler haben aber auch Elemente des Genres Wirtschaftssimulation mit eingebaut. So hat man beispielsweise die Möglichkeit, Dörfern und Städten bei der Entwicklung zu helfen. Diese wird aber auch teilweise kritisch betrachtet; so führt das Wachstum der Städte zwar zu einem größeren Wohlstand der Einwohner, jedoch kann man eine Zunahme der Oberflächlichkeit, den Verlust historischer Stadtbilder und die Ausbeutung der Natur bemerken.

Es gäbe vieles zu diesem Meilenstein der Rollenspielgeschichte zu sagen, aber vielleicht ist ein Fazit auch genug: Terranigma ist etwas Besonderes: Es regt schon Kinder an sich mit Themen wie der Wichtigkeit von Natur, den wichtigsten Ereignissen der Weltgeschichte, dem Tod und dem Leben als Einheit und auch der „höheren Sache“ zu befassen… als Beispiel hierfür möchte ich nur die vielleicht beste Sterbeszene in der Geschichte des Videospiels anführen: Der Steinbock und der Felssturz… *schnüff*

Ausgegraben & Angespielt: Forbidden Siren

Ich und Horrorspiele – das passt eigentlich gar nicht, denn ich muss getehen: Wenn ich nachts alleine vor der Konsole sitze, dann will ich mich nicht erschrecken! Und erschrecken tue ich mich doch recht einfach: Ein Grund, warum ich zum Beispiel Silent Hill lieber an einem sonnigen Nachmittag einlege. So war auch meine Erfahrung mit Forbidden Siren eine eher kurze in den letzten Nächten. Aber mal ganz allgemein: Umwas geht´s denn im Spiel?

Siren spielt in einem japanischen Bergdorf namens Hanuda (Hanyūda (羽生蛇村 Hanyūda-mura?) in der Japanischen Version)Nach einem mysteriösen Ritual in den nahen Wäldern und einem Erdbeben geht irgendwas in diesem Dorf ziemlich schief und anstatt der Berge ist das Dorf von einem See aus Blut umgeben. Im Verlauf der Story kann man erfahren, dass der religiöse Anführer eines Kultes ein mysteriöses Wesen wieder erwecken wollte: Und dabei passiert auch etwas mit den Einwohnern des Dorfes, die jetzt eher klassischen Zombies ähneln. Die (doch ein wenig komplexere ) Story wird in orm von Kapiteln erzählt, die 10 Überlebende Einwohner in Flashbacks durchmachen, sodass sich erst am Ende ein Gesamtbild ergibt. Kernfeature des Spiels istdas Schleichen, denn meistens muss man ohne Waffen auskommen und kann sich gegen die verwandelten Menschen im Dorf nicht wehren. Dafür kann man eine Gabe einsetzen, bei der man durch „scannen“ den Gegner entdecken kann und dann durch dessen Augen sieht, was teilweise wirklich erschrecken kann – wenn man sich selbst von hinten sieht und weiß, dass es zu spät ist, wegzulaufen und man gleich gerichtet wird.

Siren ist nichts für schwache Nerven – wer Silent Hill liebt, aber gerne mal eine andere Serie erkunden will, liegt hier genau richtig.

Ausgegraben & Angespielt: Super Mario Bros. 3 – Super Mario Advance 4

Puh – ganz schön langer Titel für einen Blogeintrag. Wie auch immer: Gestern war in der Post für mich ein wirklich gutes Spiel: Super Mario Bros. 3. Nicht für das NES, auf dem der Titel anfangs erschienen ist, sondern die Neuauflage für den Game Boy Advanced. Und ich muss sagen: Es ist beser als das Original.

Das Spiel an sich ist zwar noch das selbe, die niedrigpixelige Grafik kommt aber auf dem kleinen GBA Bildschirm wesentlich besser zur Geltung. Die Steuerung ist ebenfalls noch genauso akkurat umgesetzt, sodass die Sprünge und andere Aktionen bestens getimt werden können.

Die erste Welt war so auch schnell geschafft und es war schön ein paar bekannte Level zu sehen – da werden Kindheitserinnerungen wach. Und auch die normalerweise nicht zockende bessere Hälfte hat kurz reingeschaut – ein Ereignis das an sich schon mal beschreibt, wie gut das Spiel eigentlich ist. Beim nächsten Urlaub ist Super Mario Bros. 3: Super Mario Advance 4 auf jeden Fall mit dabei!

Ausgegraben & Angespielt: Zelda: Link´s Awakening

Im Urlaub hatte ich ein wenig Zeit mal wieder in eines der Gameyboy Spiele reinzuschauen, dass ich als Kind geliebt habe und von dem ich heute weiß, dass es damals schlicht und einfach ein Meisterwerk war: Zelda: Link´s Awakening. Hier ein Abriss der Story, wer ZLA noch nie gespielt hat, sollte allerdings nicht bis zum Ende lesen!

Während einer Seereise erleidet Link aufgrund eines Sturmes Schiffbruch und strandet auf der Insel Cocolint. Er wird bewusstlos am Strand von einer jungen Frau mit dem Namen Marin gefunden. Link erwacht in einem Bett im Haus von Marin und ihres Vaters. Dieser gibt dem Helden einen Schild, den er angespült am Strand gefunden hat. Link macht sich auf, das Dorf zu erkunden und begibt sich zum Strand, wo er auch sein Schwert wieder findet. Link freundet sich mit Marin an, die fasziniert von ihm ist und seinen Berichten von Dingen fern der Insel. Sie selbst hegt den Wunsch, die Insel eines Tages zu verlassen, um die Welt zu erkunden.

Von einer weisen Eule erfährt Link von seinen bevorstehenden Abenteuern. Um die Insel wieder verlassen zu können, muss er die acht Instrumente der Sirenen finden, die in Dungeons versteckt sind. Nur mit allen diesen Musikinstrumenten kann er den Windfisch aufwecken, der hoch auf einem Berg in einem riesigen Ei ruht. Allerdings stellen sich Link zahlreiche Albtraumwesen entgegen, die ein Erwachen des Windfisches verhindern wollen, um über die Insel herrschen zu können.

Nach und nach erfährt Link, dass die gesamte Insel mit all seinen Bewohnern und Gegnern nicht real ist, sondern nur im Traum des Windfisches existiert. Der Held bleibt in dieser Traumwelt gefangen, solange er den Windfisch, eine Art geflügelten Bartenwal, nicht weckt. Am Ende des Spieles, nachdem der Windfisch erwacht ist, verschwindet die Insel Cocolint. Link, der die Gefahr mit der Insel zu verschwinden überstand, findet sich auf Treibholz auf dem Meer treibend wieder. Er blickt gen Himmel und sieht über sich den Windfisch hinweg fliegen. Wenn man nie gestorben ist, erscheint zuletzt noch Marin als fliegende Möwe, die sich nun ihren Wunsch, die Welt zu sehen, erfüllen kann und überall für die Menschen singt.

Für ein Kinderspiel eine sehr komplexe, ja sogar bedrückende Story, die den Spieler vor einige ethische bzw. philosophische  Fragen stellt: Wird man durch das Wecken des Windfisches das Leben der liebgewonnenen Inselbewohner beenden? Existieren sie in diesem Traum wirklich oder sind sie gar nicht „lebendig“?

Aber Kern des Spieles ist eigentlich der gute, alte Zelda Grundgedanke: Gechickt durch Dungeons zu wuseln, seine Items zu sammeln und dabei zu überleben. Damals schon uchterregend greift das Spiel auch heute noch und ich kann nur vorbehaltlos empfehlen, sich mal wieder ein wenig in die Welt von Hyrule zu versenken…

Ausgegraben & Angespielt: Grandia

Damit es in meinem Urlaub hier trotzdem etwas zu lesen gibt, werde ich hier gleich mal mit einer neuen Rubrik anfangen. In „Ausgegraben & Angespielt“ werde ich die Games vorstellen und kommentieren, die ich aus meiner zur Zeit stark wachsenden Retro- Sammlung spiele. Manche werden länger in der Konsole bleiben, andere vielleicht auch nur für einen Abend, weil das heimelige retro- Gefühl sich auch mal der realität beugen muss…

Das erste Spiel in dieser Reihe ist Grandia 1 auf der Playstation One. Um was geht es denn eigentlich? Grandia ist ein Rollenspiel aus der Ära der wirklich guten PSOne RPGs. Die Story lässt sich so zusammenfassen:

Die Geschichte von Grandia handelt von einem Jungen mit Namen Justin. Dieser lebt zusammen mit seiner Mutter in der fiktiven Hafenstadt Parm. Sein Vater war ein Abenteurer. Justins Traum ist es, in seines Vaters Fußstapfen zu treten und selbst ein großer Abenteurer zu werden. Zusammen mit seiner Spielgefährtin Sue begibt er sich zu den nahe gelegenen Ruinen und findet dort Überreste der alten Angelou-Kultur. Das Hologramm eines Mädchens erscheint ihm und erzählt über die vergangene Welt. Fest entschlossen, das Mädchen zu finden und mehr über die Angelou zu erfahren, zieht Justin los und beschreitet den Weg eines Abenteurers. Auf seiner Reise trifft er viele Gefährten, wie das Mädchen Feena, welche etwas älter ist als Justin und sich als berühmte Abenteurerin herausstellt. Aber auch das Militär ist auf der Suche nach der alten Kultur und so muss sich der Protagonist im Laufe der Geschichte häufig mit dessen Soldaten auseinandersetzen.

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Hört sich zielich kindlich an, hat aber einen wirklich tollen Charme. Alleine schon die ersten Minuten sind es wert, das Spiel noch mal in die Konsole zu legen: Justin muss in einem Wettstreit unter Jungs in seiner Heimatstadt 4 Gegenstände finden, sonst wird seine Freundin dazu genötigt, den bösen Bandenanführer Gantz zu heiraten. Mal ehrlich, erinnern solche Spiele nicht an früher, als man selbst so was gemacht hat?

Das Abenteuer nimmt dann aber seinen Lauf und ich kann mich noch an früher an zwei Szenen erinnern auf die ich mich jetzt schon wieder freue. Zum einen der Aufstieg auf die Mauer am Ende der Welt – das war ein wirklich starkes Entdecker Gefühl… zusammen mit Justin und seinen Freunden eine Welt zu entdecken, die man nicht kennt und zu bangen, was wohl auf der anderen Seite ist. Zum anderen sie Szene auf dem Schiff, in der es richtig emotional wird. (Kenner wissen schon, was ich meine)

Die Grafik hat im Laufe der Zeit zwar ein wenig gelitten, aber ganz ehrlich: Man kann sie sich immer noch ansehen. Etwas störend sind die Ladezeiten der PSOne, denn das 2fach Laufwerk schaufelt die Daten der 3D- Welt nur sehr träge in den Speicher. Macht nix – Retro Spieler haben sowieso die Ruhe weg.

Die Kämpfe sind auch gerade richtig: Nicht zu fordernd, aber variantenreich. Grandia lebt aber wie die meisten RPGs von der Story, die durch den kindlichen Charme besticht, aber auf die man sich auch einlassen muss. Für manche erwachsene Spieler sicher ein Problem.

Grandia habe ich zum ersten Mal so 1998 gespielt und seit damals sind mir schon einige andere Rollenspiele untergekommen – Grandia hat aber einen Sonderplatz – sowohl in meinem Spieleregal, als auch in meinem Herzen.

Der Preis ist heiß…

Sonntag Vormittag: Zum ersten Mal seit Jahren war ich auf einem  bestimmten Flohmarkt, um vielleicht das eine oder andere Schnäppchen zu machen, um meine kleine Spielesammlung aufzubessern. Eigentlich dachte ich, man kann wie auf ebay vielleicht wirklich mal ein Spiel finden, dass definitiv weit unter Wert verkauft wird.

Aber ein ganz anderes Bild hat sich gezeigt: Die Sammler- Mafia macht auch vor Videospielen nicht halt und wenn ich mich gefreut habe, bei einem Stand ein Shadow of the Collosus oder ein Tales of Symphonia zu finden, dann war ich durch einen Blick auf das Preisschild (!) relativ schnell wieder ernüchtert: Weit über 50€, also teurer als jeder AAA Blockbuster, denn es aktuell zu kaufen gibt.

Natürlich haben diese Spiele einen Wert und ich finde es auch gut, dass es anscheinend genug Menschen gibt, die das zu würdigen wissen – schade ist es trotzdem, denn ich hätte auch ganz gerne das eine oder andere schöne Stück bei mir zu Hause stehen. Mitgenommen hab ich natürlich trotzdem etwas: Hidden Siren, Metal Gear Solid 2 & 3 und Golden Sun (GBA).

Also heisst es weiterhin im Internet suchen und darauf hoffen, dass mal wieder eine genervte Mutter die Schätze ihres Kindes verkauft… Und vielleicht fahre ich nächstes Mal wieder zum Flohmarkt. Terranigma, Secret of Mana, Final Fantasy III (VI) – soviele Spiele, die dringend einen Platz in meinem Regal suchen…

Mafia Game

Wir schreiben ca. das Jahr 1989 und 2 Kinder sitzen am Wochenende vor einem Commodore 64. Der Speaker macht seltsame Geräusche, besser verständlich sind da schon die Wortfetzen der Spieler:

„Komm schon, du kannst mich doch nicht angreifen, ich hab nur Dschango und die alte Oma!“ „Pech gehabt, Mister X macht dich gleich mit dem Maschinengewehr platt!“ „Oh mann, kannst du nicht noch warten, ich wollte noch eine Bank ausrauben und mir dann ein neues Auto kaufen…“

Was einem Jugendschützer heute vermutlich graue Haare beschert hätte war damals ein lustiger und harmloser Zeitvertreib: Die Rede ist vom Spiel Mafia von Igelsoft, das 1986 veröffentlicht wurde. Der Spielverlauf besteht hauptsächlich darin, in einer von oben sichtbaren Stadt herumzulaufen und dort verschiedene Häuser zu betreten. So gibt es z.B. Banken, die Sie überfallen oder in denen Sie in den Tresorraum eindringen können. Es gibt Waffenhändler, bei denen Sie neue Waffen erwerben oder ihre Leute ausbilden lassen können. Jedes Haus hat also eine besondere Funktion im Spiel.

Für jedes Verbrechen, das Sie begehen, bekommen Sie Punkte. Bei steigender Punktzahl steigt auch Ihr Status in der Unterwelt. Am Anfang besitzen Sie noch den Status „Anfänger“. Mit diesem Status können Sie aber in der Unterwelt noch nicht sehr viel anfangen. Ihre Autorität steigt also erst mit steigender Punktzahl. Der Respekt der Leute steigt, aber auch die Polizei wird gefährlicher für Sie. Sie müssen also versuchen, sich mit Kleinkriminalität erstmal durchzuschlagen, bevor Sie sich an größere Verbrechen heranwagen.

Ziel des Spiels ist es, innerhalb der Zeitspanne 01.1925 bis 01.1928, den höchsten Status zu erreichen, nämlich „Chef der Unterwelt“ zu werden. Wenn Sie das Spiel mit mehreren Leuten spielen, hat derjenige Spieler gewonnen, der diesen Status als erster erreicht hat oder zu Beginn des Jahres 1928 den höchsten Rang besitzt.

Das Spiel war im Grunde vor allem eine Art Wirtschafts- Simulation gepaart mit taktischen Lämpfen – oder auch einfach nur ein großer Spaß für alle Beteiligten – der Gewaltgrad war damals wenigtens kein Grund, sich Sorgen machen zu müssen, denn ein Überfall auf einen Transporter sah zum Beispiel so aus:

 Mafia wurde später in DOS noch einmal als Fanprojekt unter dem Namen Crime Fighter neu aufgelegt und grafisch deutlich verschönert – mit dem einen oder anderen Trick läuft das Spiel, dass gratis zum Download bereit steht, soagr unter Windows Seven…

Retro Games V – NES

Und wieder mal ein Teil der Retro Games Reihe. Auf dem NES gab es ja wirklich eine Vielzahl an sehr guten (und noch mehr sehr schlechte) Games und so will ich auch heute 5 davon vorstellen, die ich zu meiner zeit gespielt habe. Außen vor bleiben aber nach wie vor die richtigen Mainstream Kracher wie Tetris, Super Mario 1, Zelda & Co.

1. RC Pro Am

RC Pro Am ist ein schönes, simples Rennspiel, in dem der Spieler ferngesteuerte Autos gegen 3 Computer- Gegner über die Rennstrecke jagt, Hindernissen ausweicht, Gimmicks aufsammelt und schlicht und einfach als erster ankommen soll. Ich hab lange Stunden damit verbracht mich durch die zahlreichen Levelzu käpfen (für alle die es nicht wissen: Abspeichern gab es auf dem NES ja noch nicht, da durfte man immer wieder von Vorne anfangen, wenn zwischendrinn mal Hausaufgaben oder Abendessen angesagt war.) Wie viele Spiele auf dem NES galt auch hier: Einfache Spielidee, akkurate Umsetzung – viel Spaß!

2. Final Fantasy I


Der Beginn einer großen Ära… Final fantasy I war eines der ersten Japano RPGs, die es bis nach Europa geschafft haben und viele Menschen süchtig gemacht haben. Wer mich kennt, weiß, dass auch mein Herz für JRPGs schlägt. FF I kann man heute sogar relativ leicht nachholen, wenn mn kein NES zur Hand hat, da das Spiel im Appstore für Iphone und IPod Touch verfügbar ist und sich sogar annehmbar spielen lässt.

1987 stand der kleine japanische Spieleentwickler Square kurz vor dem Konkurs. Bislang hatte das Unternehmen sein Geld mit Videospielen für das Famicom Disk System von Nintendo verdient. Ein Jahr zuvor hatte Enix das populäre Rollenspiel Dragon Quest auf den Markt gebracht. Der Präsident von Square, Hironobu Sakaguchi, hatte die Idee, ein Videospiel zu entwickeln, das zwar auf Dragon Quest basieren würde, aber dessen Konzepte maßgebend erweitern und ausbauen würde: Final Fantasy. Die Entwickler konzentrierten sich voll und ganz auf dieses Projekt, da das Schicksal der Firma von dem Erfolg des Spiels abhing. Daraus folgt auch der Name „Final Fantasy”: „Final” weil es der letzte Versuch sein sollte, ein gutes Spiel zu entwickeln vor der drohenden Pleite, und „Fantasy”, weil es ein Fantasy-Spiel werden sollte. Die Ziele waren hoch gesteckt. Man wollte einen Meilenstein im Genre der computerbasierten Rollenspiele schaffen. Square traf den Nerv der Zeit und das Spiel wurde mit ca. 400.000 verkauften Einheiten in Japan zu einem Bestseller.

Eigentlich sollte jeder Gamer mit der Final Fantasy Reihe etwas anfangen können und wer ein wenig Retro Charme verkraften kann, der ollte unbedingt nochmal rein schauen.

3. Ice Climber

Wieder einmal eine geniale Idee, die mit der damaligen Technik gut umgesetzt wurde. Die Handlung des Spiels ist einfach: Der Kondor hat dem benachbarten Dorf alle Nahrungsmittel gestohlen und sie zu seinem Nest auf den nächsten Berg gebracht. Insgesamt gibt es 32 Level (bzw. Berge), in denen der Spieler als einer der zwei Inuit, Pepe oder Nana, die eisbedeckte Bergspitze erklimmen und das Gemüse vom Kondor zurückholen muss. Nur mit einem Hammer ausgerüstet werden mit diesem Löcher in Steinmauern und Eisdecken geschlagen, um Aufstiegspunkte zu erschaffen. Viele Hindernisse wie Topis, Vögel, Eisbären und rutschige Eisflächen erschweren den Aufstieg. Ein 2-Spielermodus ist vorhanden, die Spieler müssen sich jedoch entscheiden, ob sie miteinander oder gegeneinander zur Erklimmung des Berges antreten. Spieler 1 spielt immer Pepe, Spieler 2 immer Nana.

Gerade der 2 Spieler Modus birgt auch heute noch jede Menge Unterhaltung und zählt aus meiner Sicht zu den Multiplayer- Klassikern, die man unbedingt einmal gespielt haben sollte.

4. Super Mario Brothers 2

Teil 1 und 3 der Reihe sind ja zu Recht sehr populär und zählen zum Besten, was die 8Bit Generation hervor gebracht hat. Teil 2 hat für mich allerdings eine Sonderstellung. Es wurde eigentlich nur ein bereits in Entwicklung vorhandenes Spiel – Dream Factory: Doki Doki Panic – überarbeitet, die Figuren durch Super mario Charaktere ersetzt und dann auf den Markt gebracht. Das brachte ein völlig anderes Spielkonzept mit sich, dass aus der kompletten Super Mario Reihe heraussticht. Viele konnten egrade deswegen nichts damit anfangen, ich für meinen Teil habe es gerade deswegen geliebt – und: Das Ding war nicht gerade einfach…

5. Four Player Tennis


Am Ende DAS Multiplyer Spiel meiner NES Zeit. Mit 4 Player Tennis habe ich wirklich lange Zeit verbracht und es gab lange und epische Duelle gegen meinen Freund (der zu meiner Schande meistens gewonnen hat). Eigentlich ein simples Tennisspiel, war gerade der Fakt, dass der Spieler von spiel zu Spiel besser wurde, ein richtiger Zeitfresser. Man spielte als Single- Player Turniere um Turniere, um dann Punkte auf seine Eigenschaften zu verteilen, nur damit man beim nächsten Mal gegen seinen Kumpel vielleicht etwas mehr Chance auf den Sieg hatte. Natürlich konnte man nicht nur gegeneinander spielen, sondern im Doppel auch miteinander, oder wie es der Titel des Spiels schon beschreibt – auch mit 4 Spielern im Doppel gegeneinander.

  1. Retro Games I – Commodore 64
  2. Retro Games II – Arcade Automaten
  3. Retro Games III – Game Boy
  4. Retro Games IV – Amiga
  5. Retro Games V – NES
  6. Retro Games VI – Playstation One